Ei­ne Frau und ein Sa­xo­phon

Zürcher Unterländer - - Agenda - Red

Freud, Jung und Klein ha­ben sich auf sie be­ru­fen, über­nah­men ih­re Ide­en, die Na­zis nah­men ihr das Le­ben.

Die rus­sisch-jü­di­sche Psych­ia­te­rin Sa­bi­na Spiel­rein (1885–1942), Pa­ti­en­tin von C. G. Jung, er­leb­te die gros­sen po­li­ti- schen Tra­gö­di­en, die im letz­ten Jahr­hun­dert Eu­ro­pa heim­ge­sucht ha­ben, am ei­ge­nen Leib. In ih­rem wech­sel­haf­ten, ja dra­ma­ti­schen Le­ben, das sie von ih­rem Ge­burts­ort Ros­tow am Don über Zü­rich, Wi­en, Berlin, Mos­kau wie­der nach Ros­tow führ­te, wur- de sie das Op­fer schick­sal­haf­ter Strö­mun­gen der Zeit.

Als Pa­ti­en­tin von C. G. Jung kam sie 1904 in die Ir­ren­heil­an­stalt Burg­hölz­li in Zü­rich, stu­dier­te hier nach ih­rer Ge­ne­sung Me­di­zin und be­schäf­tig­te sich als Psy­cho­ana­ly­ti­ke­rin in­ten­siv mit dem See­len­le­ben von Kin­dern. Mit mu­si­ka­li­scher Be­glei­tung von Har­ry Whi­te.

Gra­zi­el­la Ros­si – «Ros­si Rus­si­us

& Das Sa­xo­phon» Fr, 15. Ju­ni, 20 Uhr. Kai­sers­büh­ne, Amts­haus, Kai­ser­stuhl. Ti­ckets: www.kai­ser­bue­h­ne.ch.

Fo­to: PD

Mo­no­log für ei­ne Schau­spie­le­rin – Gra­zi­el­la Ros­si – nach dem bio­gra­fi­schen Ro­man «Sa­bi­na» von Kars­ten Al­na­es (1994).

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.