Teil­er­folg für Free & Vir­gin

Zürcher Unterländer - - Zürich - Sda

Das Bun­des­ge­richt hat ei­ne Be­schwer­de des Fir­men­grün­ders der Kon­zert­agen­tur Free & Vir­gin gut­ge­heis­sen. Da­mit ist das Ur­teil des Ober­ge­richts Zü­rich we­gen mehr­fa­chen Be­trugs, Miss­wirt­schaft und un­ge­treu­er Ge­schäfts­be­sor­gung auf­ge­ho­ben. Das Ober­ge­richt hat­te den bald 70-jäh­ri­gen Fir­men­grün­der im April 2017 zu ei­ner be­ding­ten Frei­heits­stra­fe von 20 Mo­na­ten ver­ur­teilt. Laut dem da­ma­li­gen Ur­teil soll der Mann ein Dar­le­hen von ei­ner sei­ner Fir­men an ei­ne an­de­re ver­an­lasst ha­ben. Dies hat der Kon­zert­ver­an­stal­ter ge­mäss Ober­ge­richt im Wis­sen ge­tan, dass ei­ne Rück­zah­lung nicht mög­lich sei. Zu­dem ha­be er der Sui­sa, der Ur­he­ber­rechts­ge­sell­schaft für Mu­sik, zu tie­fe Zah­len bei den ver­kauf­ten Ti­ckets an­ge­ge­ben.

Das Bun­des­ge­richt hat den Ent­scheid des Ober­ge­richts in ei­nem ges­tern pu­bli­zier­ten Ur­teil zer­pflückt. Es hält fest, es sei mehr­fach ge­gen das An­kla­ge­prin­zip ver­stos­sen wor­den. So ha­be sich das Ober­ge­richt in sei­nem Ur­teil auf Ta­ten in ei­ner Zeit­span­ne ge­stützt, die in der An­kla­ge nicht be­rück­sich­tigt wor­den sei­en. Der Fall geht nun zu­rück ans Ober­ge­richt.

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