«Was­ser­man­gel und -ver­schwen­dung»

Zürcher Unterländer - - Forum -

Zu «Otel­fin­ger Bau­ern buhl­ten um das Was­ser» Aus­ga­be vom 10. Ju­li Wenn Bau­ern Was­ser­not be­kla­gen, so ist dies wohl be­rech­tigt, denn letzt­lich pro­fi­tie­ren wir al­le von zu­sätz­li­cher Be­wäs­se­rung der Fel­der und Obst­plan­ta­gen. Un­ser täg­lich Brot gibt uns eben nicht nur die Bit­te im Ge­bet al­ler Ge­be­te, son­dern eben auch der Land­wirt.

Nun hö­re und se­he ich ne­ben den Weh­kla­gen­den in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft aus­ge­rech­net vom Bi­o­bau­ern die­se Sün­de schlecht­hin, und dies nicht nur ein­mal, son­dern bei­na­he schon in rhyth­mi­schen Wie­der­ho­lun­gen. Für al­le, die es nicht glau­ben, ha­be ich das Gan­ze so­gar in Bild und Ton auf Vi­deo fest­ge­hal­ten, frei­lich ver­öf­fent­li­chen darf man es ja nicht, aber in wei­te­ren Wie­der­ho­lungs­fäl­len viel­leicht an ent­spre­chend zu­stän­di­ge Be­hör­den­stel­len wei­ter­lei­ten.

Da kehrt al­so der er­wähn­te Land­wirt vom Be­wäs­sern sei­ner Pflan­zen zu­rück mit laut knat­tern­der Land­wirt­schafts­ma­schi­ne, stellt die­se auf den Vor­platz sei­nes Hau­ses und be­ginnt da­mit, das Ge­fährt – wohl­be­merkt – bei durch­ge­hend lau­fen­dem Mo­tor mit sei­nem Hoch­druck­rei­ni­ger sau­ber zu spü­len. Das dau­ert dann, wie er­wähnt do­ku­men­ta­risch fest­ge­hal­ten, 25 Mi­nu­ten in­klu­si­ve Mo­tor­wä­sche, was je­dem Durch­schnitts­fahr­zeug­len­ker bei An­dro­hung von Anzeige und Bus­se ver­bo­ten ist.

Das Fi­na­le des Gan­zen ge­schieht dann noch in Form von Wegspü­len des ab­ge­wa­sche­nen Gan­zen in Rich­tung Stras­se Durch­gangs­ver­kehr, der nächs­te Gul­ly schluckt es dann schon weg. Sich über Was­ser­man­gel in der Land­wirt­schaft be­kla­gen mag al­so der ei­ne Part in An­be­tracht der Tro­cken­heit sein, ei­nen un­schö­nen Teil könn­te man wohl auch in an­de­rer, le­ga­ler Form er­le­di­gen, um Was­ser­man­gel und Um­welt­ver­schmut­zung durch un­nö­ti­ge Ab­ga­se zu ver­mei­den, was auch der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on zu­gu­te­kom­men wür­de, denn Bio ver­pflich­tet doch auch da­zu, dass un­se­re Nach­kom­men noch sau­be­re Luft at­men dür­fen. Jürg Frey, Teu­fen

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