«Nicht nach­voll­zieh­ba­re Plä­ne»

Zürcher Unterländer - - Forum -

Wir An­woh­ner der JVA Pöschwies sind sehr be­sorgt über die Ent­wick­lung be­tref­fend Si­cher­heits­aus­bau rund um die Straf­an­stalt. Ha­ben wir die An­stalt in ih­rer heu­ti­gen Form und dem äus­se­ren Er­schei­nungs­bild ak­zep­tiert, weckt die ge­plan­te Er­wei­te­rung des äus­se­ren Si­cher­heits­pe­ri­me­ters Be­sorg­nis um un­se­re per­sön­li­che Frei­heit, um die Er­hal­tung des wun­der­schö­nen Misch­wal­des als Nah­er­ho­lungs­ge­biet und um un­ser de­mo­kra­ti­sches Mit­spra­che­recht. Bei der ge­plan­ten Mass­nah­me han­delt es sich um ei­nen mas­si­ven Ein­griff in die Na­tur. Aus­ser­dem wird un­se­re Be­we­gungs­frei­heit enorm ein­ge­schränkt. Die Agglo­me­ra­ti­ons­ge­mein­de Re­gens­dorf soll­te be­müht sein, At­trak­ti­vi­tät zu er­hal­ten oder so­gar zu ge­win­nen. Statt­des­sen wird ei­ne der letz­ten Oa­sen ver­schwin­den. Auch der Ver­bin­dungs­weg zum Bahn­hof wä­re nicht mehr zu­gäng­lich.

Wir ver­ste­hen, dass die Si­cher­heit der JVA im­mer wie­der neu ein­ge­schätzt und ak­tua­li­siert wer­den muss. Trotz­dem ist für uns die ge­plan­te Mass­nah­me nicht nach­voll­zieh­bar. Wir er­ach­ten die­se als un­ver­hält­nis­mäs­sig und nicht zweck­mäs­sig. Wie soll ein zu­sätz­li­cher 2 Me­ter ho­her Zaun in ei­nem Ab­stand von 70 Me­tern wei­te­re Ein­wür­fe von Ge­gen­stän­den ver­hin­dern? Schwie­ri­ger zu über­win­den wä­re ei­ne Er­hö­hung des be­ste­hen­den Zau­nes, der be­ste­hen­den Mau­er oder ein Auf­fang­netz in­ner­halb der Mau­er. Es ist ja nur ein Teil­be­reich von den Ein­wür­fen be­trof­fen. Ge­gen Droh­nen nützt die ge­plan­te Er­wei­te­rung auch nichts. Das Sze­na­rio von ei­ner Be­frei­ungs­ak­ti­on mit schwe­rem Ge­fährt könn­te durch Sper­rung der An­fahrts­we­ge mit­tels Bol­ler­stei­nen und zu­sätz­li­cher Ka­me­ras ent­schärft wer­den.

Wir wol­len kei­nen wei­te­ren Zaun und ver­lan­gen die Wie­der­auf­fors­tung des Pösch­hol­zes so­wie den Er­halt des wert­vol­len Nah­er­ho­lungs­ge­bie­tes mit sei­nen ur­tüm­li­chen Ei­chen und Bu­chen. Und wir wün­schen ei­ne of­fe­ne Dis­kus­si­on über Ver­hält­nis­mäs­sig­kei­ten und über die ernst zu neh­men­den Be­dürf­nis­se der Be­völ­ke­rung. Na­ta­scha Mich­al­ski, Re­gens­dorf

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