«Zu­cker­do­se ab­stau­ben»

Zürcher Unterländer - - Kulinarik - Daniel Bö­ni­ger

Gibt es ei­ne Spei­se, die Ihr Le­ben ver­än­dert hat?

Es wä­re jetzt wohl lus­tig, wenn ich nicht Kaf­fee sa­gen wür­de. Doch dann müss­te ich lü­gen, weil ich schon für mei­ne Ma­tu­ra ei­ne län­ge­re Ar­beit über die spe­zi­el­le Kaf­fee­sor­te Blue Moun­tain ver­fasst ha­be. Da­mals ex­pe­ri­men­tier­te ich mit Röst­zei­ten und Tem­pe­ra­tu­ren – ob­wohl ich noch nicht wuss­te, dass ich mal un­ser Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men über­neh­men wür­de. Wann ich mei­nen ers­ten Kaf­fee trank, weiss ich üb­ri­gens nicht mehr – mei­ne bei­den drei­ein­halb­jäh­ri­gen Zwillinge durf­ten das Ge­tränk be­reits pro­bie­ren.

Was darf in Ih­rem Kühl­schrank nie feh­len?

Kon­fi­tü­re, Milch und Eier, was auch mit mei­nen bei­den klei­nen Kin­dern zu tun hat. Und na­tür­lich hat es im­mer et­was, wo­mit man schnell ei­nen Znacht zu­be­rei­ten kann, et­wa Spätz­li. Wohl­ge­merkt, ich bin nicht der Typ für Fer­tig­ge­rich­te.

Wenn Sie auf et­was ver­zich­ten müss­ten – wä­re es But­ter, Al­ko­hol oder Zu­cker?

Zu­cker. Der spielt in un­se­rem All­tag ei­ne sehr un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le. Wenn wir Be­such ha­ben, muss ich die Zu­cker­do­se im­mer zu­erst ab­stau­ben.

Gast oder Gast­ge­ber?

Ich bin ger­ne Gast­ge­be­rin. Und bei uns ist ei­gent­lich im­mer ein Kom­men und Ge­hen. Wenn ich ko­che, dann un­kom­pli­ziert und fein zu­gleich. Dann gibt es zum Bei­spiel Lamm­racks mit Kar­tof­fel­gra­tin. Na­tür­lich ge­hen wir auch aus, et­wa ein-, zwei­mal im Mo­nat.

Steak oder Fon­due?

Steak, me­di­um ge­bra­ten, mit Kräu­ter­but­ter. Wo­bei: Kann man auch zwei Ant­wor­ten ge­ben? Im Win­ter hät­te ich die­se Fra­ge wohl mit Fon­due be­ant­wor­tet.

Wie viel trin­ken Sie täg­lich – und was?

Mein Haupt­ge­tränk ist Was­ser, wenn auch zu we­nig. Kaf­fee trin­ke ich na­tür­lich auch, mor­gens zwei Tas­sen Fil­ter­kaf­fee, nach­mit­tags zwei Es­pres­si. Oft muss ich Kaf­fee de­gus­tie­ren, aber da schlürft man nur und spuckt ihn dann aus. Al­ko­hol trin­ke ich un­ter der Wo­che sel­ten.

Ha­ben Sie je­mals ge­hun­gert oder ei­ne Di­ät ein­ge­hal­ten?

Nein. Men­schen, die we­gen ih­rer Fi­gur auf so et­was Schö­nes wie das Es­sen ver­zich­ten, tun mir ehr­lich ge­sagt ein we­nig leid.

«Men­schen, die we­gen ih­rer Fi­gur auf so et­was Schö­nes wie das Es­sen ver­zich­ten, tun mir ein we­nig leid.»

Bea­tri­ce Rast

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