Il­le­ga­les Par­kie­ren

In Nie­der­has­li steht ein ver­las­se­ner Wohn­wa­gen. Die Ge­mein­de sucht den In­ha­ber.

Zürcher Unterländer - - Vorderseite - Kat­ja Büchi

Der Wohn­wa­gen mit ein­ge­schla­ge­ner Schei­be und Rei­fen im In­ne­ren sieht nicht mehr be­son­ders wohn­lich aus. Der Cam­ping­wa­gen der Mar­ke Th­run-Ei­ker ist seit ge­rau­mer Zeit an der In­dus­trie­stras­se in Nie­der­has­li par­kiert, ent­deckt hat ihn dort die Kan­tons­po­li­zei. Ein gül­ti­ges Kon­troll­schild fehlt, und Ver­su­che, den Ei­gen­tü­mer zu er­mit­teln, sind bis­her ge­schei­tert. Des­we­gen sucht nun die Ge­mein­de Nie­der­has­li per Zei­tungs­in­se­rat nach dem Be­sit­zer.

«Das Ab­stel­len von Fahr­zeu­gen oh­ne Num­mern­schild auf öf­fent­li­chem Grund ist ver­bo­ten», be­grün­det Iva­na Huber, Be­reichs­lei­te­rin Si­cher­heit, die Su­che. Wird der Fahr­zeu­g­in­ha­ber ge­fun­den, droht die­sem ei­ne Ver­zei­gung. Soll­te er sei­nen An­hän­ger aber noch wol­len, muss er sich in­nert ei­nem Mo­nat, bis zum 12. No­vem­ber, mel­den. Da­nach ver­fügt die Ge­mein­de über den Wohn­wa­gen – was mit Ent­sor­gen gleich­zu­set­zen ist. «Wir ha­ben be­reits ei­ne Of­fer­te ein­ge­holt – in die­sem Fall wür­de das Be­sei­ti­gen rund 1200 Fran­ken kos­ten», teilt Huber mit. Je nach Auf­wand und Fahr­zeug be­we­ge sich der Be­trag für ein sol­ches Vor­ha­ben in der Re­gel zwi­schen 500 und 1200 Fran­ken.

Drei Fahr­zeu­ge in drei Jah­ren

Es ist nicht das ers­te ver­las­se­ne Fahr­zeug, das auf Ge­mein­de­bo­den ab­ge­stellt wur­de. Be­reits 2016 und 2017 kam es zu ähn­li­chen Si­tua­tio­nen (der ZU be­rich­te­te), da­mals im In­dus­trie­ge­biet im Orts­teil Ober­has­li. Die je­wei­li­gen Be­sit­zer konn­ten nicht ge­fun­den werden. Dass es in Nie­der­has­li mehr sol­che Fäl­le ge­be als in an­de­ren Ge­mein­den, glaubt die Si­cher­heits­vor­ste­he­rin nicht.

«Prä­ven­tiv et­was ge­gen das Ab­stel­len von Fahr­zeu­gen oh­ne Num­mern­schil­der zu un­ter­neh­men, ist kaum mög­lich», be­dau­ert sie. Und In­dus­trie­quar­tie­re sei­en nun ein­mal be­son­ders ge­eig­ne­te Or­te für die­ses Ver­ge­hen, da we­ni­ge Leu­te in der Nä­he woh­nen und am Abend und in der Nacht nichts los ist. Ein sol­ches Ver­hal­ten emp­fin­de sie je­doch «als ei­ne bo­den­lo­se Frech­heit». Schliess­lich müs­se die Ge­mein­de sich dar­um küm­mern und die Kos­ten über­neh­men.

Fo­to: Si­byl­le Mei­er

Die­ser Wohn­wa­gen wur­de un­er­laub­ter­wei­se an der In­dus­trie­stras­se in Nie­der­has­li par­kiert.

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