Sepp Blat­ter nach Embrach!

Zürcher Unterländer - - Region -

Die ei­nen är­gern sich, man­che ver­ste­hen es gar nicht, und wie­der an­de­re müs­sen schmun­zeln. Die Re­ak­tio­nen auf die Aus­sa­ge von Sepp Blat­ter im In­ter­view mit der «Süd­deut­schen Zei­tung» dürf­ten sehr ver­schie­den aus­ge­fal­len sein. Ich ge­sel­le mich in die Ka­te­go­rie der Schmunz­ler. Nicht et­wa weil ich den Ver­gleich zwi­schen der Fi­fa und dem Turn­ver­ein Embrach lus­tig fin­de, son­dern viel­mehr, weil ich kei­nen Sinn in der Aus­sa­ge er­ken­ne.

Klar,

ein sol­cher Ver­gleich rutscht schnell mal über die Lip­pen. Zu­min­dest ei­nem An­fän­ger und nicht ei­ner Per­son, die bei­na­he zwei Jahr­zehn­te lang an der Spit­ze des Welt­fuss­ball­ver­bands stand. Die Le­ser der «Süd­deut­schen Zei­tung» werden sich zu Recht ge­fragt ha­ben, was oder wo Embrach über­haupt ge­nau ist. Nicht bö­se sein, aber so be­kannt ist das 9400-See­len-Dorf auch wie­der nicht.

Im­mer­hin,

Sepp Blat­ter scheint die Ge­mein­de zu ken­nen. Dies darf den Em­bra­chern zu Recht auch ein we­nig schmei­cheln, denn der 82-Jäh­ri­ge war als Fi­faPrä­si­dent auf der gan­zen Welt un­ter­wegs.

Un­pro­fes­sio­nell,

so be­zeich­net Blat­ter die Füh­rung der Fi­fa und des In­ter­na­tio­na­len Olym­pi­schen Ko­mi­tees. «Wie der Turn­ver­ein in Embrach», sagt er. Mei­ne Idee: Da der Wal­li­ser noch meh­re­re Jah­re für al­le mit dem Fuss­ball ver­bun­de­nen Tä­tig­kei­ten ge­sperrt ist, kann er nun den TV Embrach zu ei­nem Mil­lio­nen­un­ter­neh­men ma­chen.

Fla­vio Zwah­len Re­dak­tor

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