«Ve­te­ri­när­amt ist mit­schul­dig»

Zürcher Unterländer - - Forum - Hans-Ue­li Huber, Obe­rem­brach

Zu «Die Kuh hat kei­ne An­zei­chen von Schmer­zen ge­zeigt» Aus­ga­be vom 10. Ok­to­ber Ty­pisch – die Klei­nen will man in die Pfan­ne hau­en, und die Gros­sen lässt man lau­fen. Da­bei sind die Ver­ant­wort­li­chen des Ve­te­ri­när­amts an der Si­tua­ti­on mit­schul­dig, wenn nicht schul­dig. Vor kur­zer Zeit hat­te fast je­de Ge­mein­de ein Schlacht­lo­kal. So konn­ten Not­schlach­tun­gen durch­ge­führt werden, oh­ne den Tie­ren zu­sätz­li­chen Schmerz zu­zu­füh­ren. Aber das Ve­te­ri­när­amt hat prak­tisch al­le Schlacht­lo­ka­le in den Ge­mein­den zum Auf­he­ben ge­zwun­gen, weil die Vor­schrif­ten nicht mehr ein­ge­hal­ten werden konn­ten. Der Staats­an­walt soll ein­mal beim Ve­te­ri­när­amt vor­stel­lig werden und ab­klä­ren, war­um die­se Si­tua­ti­on ge­schaf­fen wur­de. Die jet­zi­ge Si­tua­ti­on heisst für den Land­wirt: kran­ke Kuh be­täu­ben und ver­bren­nen. Für den Be­schul­dig­ten er­hof­fe ich mir ei­nen Frei­spruch, er kann ja nichts da­für, dass das Ve­te­ri­när­amt die­se Si­tua­ti­on ge­schaf­fen hat.

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