Über ei­ne Mil­li­on für Gut­schei­ne

Zürichsee-Zeitung (Horgen) - - Region -

AD­LIS­WIL Mit Be­treu­ungs­gut­schei­nen sol­len nicht nur die Plät­ze des städ­ti­schen Kin­der­hau­ses sub­ven­tio­niert wer­den, son­dern auch je­ne in pri­va­ten Kin­der­ta­ges­stät­ten. Der Stadt­rat be­an­tragt da­zu ei­nen Kre­dit von mehr als ei­ner Mil­li­on.

Künf­tig sol­len in Ad­lis­wil nicht nur Fa­mi­li­en fi­nan­zi­ell un­ter­stützt wer­den, de­ren Kind im städ­ti­schen Kin­der­haus Werd vor­schu­lisch be­treut wird, son­dern auch die­je­ni­gen, die sich für ei­ne pri­va­te Kin­der­ta­ges­stät­te ent­schei­den. Wie die Stadt Ad­lis­wil mit­teilt, er­folgt ei­ne Un­ter­stüt­zung je­weils in Ab­hän­gig­keit zur wirt­schaft­li­chen Si­tua­ti­on der El­tern.

Freie Wahl der Ta­ges­stät­te

Den an­ge­streb­ten Sys­tem­wech­sel hin zu Be­treu­ungs­gut­schei­nen be­grün­det die Stadt Ad­lis­wil da­mit, dass ein gu­tes An­ge­bot in der fa­mi­li­en­er­gän­zen­den Kin­der­be­treu­ung ei­ne wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für die Ver­ein­bar­keit von Fa­mi­lie und Be­ruf wie auch ein wert­vol­ler Stand­ort­vor­teil für ei­ne Ge­mein­de sei. Es kom­me im­mer wie­der vor, dass das Kin­der­haus Werd über kei­ne frei­en Plät­ze ver­fü­ge. Er­zie­hungs­be­rech­tig­te, die ih­re Kin­der in ei­ner pri­va­ten Kin­der­ta­ges­stät­te be­treu­en las­sen, er­hal­ten heu­te von der Stadt je­doch kei­ne Un­ter­stüt­zung, was zu ei­ner Rechts­un­gleich­heit füh­re. Auch für die pri­va­ten An­bie­ter von Kin­der­ta­ges­stät­ten sei mit dem heu­ti­gen Sys­tem kei­ne Chan­cen­gleich­heit ge­ge­ben. Der Stadt­rat ha­be sich da­her für ei­ne neue Lö­sung aus­ge­spro­chen, die mehr Gleich­be­rech­ti­gung und ei­nen ge­rech­te­ren Zu­gang zu sub­ven­tio­nier­ten Plät­zen er­mög­li­che. Mit den Be­treu­ungs­gut­schei­nen kön­nen Er­zie­hungs­be­rech­tig­te ei­nen Platz ih­rer Wahl in­ner­halb der Stadt Ad­lis­wil su­chen und er­hal­ten die ih­nen da­für zu­ste­hen­de Sub­ven­ti­on di­rekt. Da­bei prü­fe die zu­stän­di­ge städ­ti­sche Stel­le die An­spruchs­be­rech­ti­gung ge­mäss de­fi­nier­ten Kri­te­ri­en. Wie es in der Mit­tei­lung wei­ter heisst, ha­be sich das Mo­dell der Be­treu­ungs­gut­schei­ne in zahl­rei­chen Ge­mein­den und Städ­ten be­währt.

Der Stadt­rat un­ter­brei­tet dem Gros­sen Ge­mein­de­rat den ent­spre­chen­den Er­lass und be­an­tragt ei­nen jähr­lich wie­der­keh­ren­den Kre­dit im Be­trag von 1,13 Mil­lio­nen Fran­ken, wo­bei in die­ser Sum­me die bis­he­ri­gen Sub­ven­tio­nen von 450 000 Fran­ken ent­hal­ten sind.

Über den Kre­dit wird auch das Volk be­fin­den kön­nen. Die Ein­füh­rung der Be­treu­ungs­gut­schei­ne ist auf Au­gust 2019 vor­ge­se­hen.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.