Ge­mein­sa­me Po­li­zei

Zürichsee-Zeitung (Horgen) - - Vorderseite - Pas­cal Mün­ger

LANGNAU Zu­sam­men mit Ad­lis­wil wird Langnau künf­tig ei­ne ge­mein­sa­me Po­li­zei be­trei­ben. Die Langnaue­rin­nen und Langnau­er sag­ten ges­tern an der Ge­mein­de­ver­samm­lung Ja zu die­sem Pro­jekt.

LANGNAU An der Ge­mein­de­ver­samm­lung in der Schwer­zi wei­bel­te ges­tern Si­cher­heits­vor­stand Vir­gil Kel­ler für ei­ne ge­mein­sa­me Po­li­zei mit Ad­lis­wil. Die Stimm­be­rech­tig­ten folg­ten ihm. Nach­dem Ad­lis­wil be­reits Ja ge­sagt hat, steht dem Pro­jekt da­mit nichts mehr im Weg.

Die Langnaue­rin­nen und Langnau­er wol­len wie­der ei­ne Kom­mu­nal­po­li­zei. An der Ge­mein­de­ver­samm­lung ges­tern Abend in der Schwer­zi stimm­te ei­ne gros­se Mehr­heit der 194 an­we­sen­den Stimm­be­rech­tig­ten für ei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit der Stadt­po­li­zei Ad­lis­wil. Das Pro­jekt ist ei­ne Her­zens­an­ge­le­gen­heit des Langnau­er Si­cher­heits­vor­stands Vir­gil Kel­ler (FDP). In Zu­sam­men­ar­beit mit der Ad­lis­wi­ler Si­cher­heits­vor­ste­he­rin Su­sy Senn (FDP) und Harald Mi­nich, dem Lei­ter der Stadt­po­li­zei Ad­lis­wil – die bei­de an­we­send wa­ren –, hat­te er die Vor­la­ge aus­ge­ar­bei­tet. Vir­gil Kel­ler er­klär­te die Vor­tei­le für Langnau, die ent­ste­hen, wenn ein per­sön­li­cher Kon­takt mit den Po­li­zei­be­am­ten er­mög­licht wird, und wies dar­auf hin, dass da­durch auch das Van­da­lis­mus- und Lit­te­ring­pro­blem der Ge­mein­de bes­ser in den Griff zu be­kom­men ist. Auch die Vo­ten der Stimm­be­rech­tig­ten zeig­ten, dass in der Be­völ­ke­rung eben­falls die Mei­nung vor­herrscht, dass Langnau ver­mehrt mit klei­ne­ren De­lik­ten kon­fron­tiert ist und ei­ne hö­he­re Prä­senz der Po­li­zei Ab­hil­fe schaf­fen könn­te.

Ein­zel­ne Stim­men aus dem bür­ger­li­chen La­ger wie­sen dar­auf hin, dass sich die jähr­li­chen Kos­ten der Ge­mein­de Langnau um fast 80 000 Fran­ken er­hö­hen, wenn künf­tig die ge­mein­sa­me «Po­li­zei Ad­lis­wil-Langnau a. A.» die Auf­ga­ben über­nimmt, die mo­men­tan im Not­fall von der Kan­tons­po­li­zei ab­ge­deckt wer­den. Schliess­lich wur­de von den Stimm­bür­gern aber der Si­cher­heits­as­pekt hö­her ge­wich­tet als die Mehr­kos­ten.

Nicht mehr Geld für Be­hör­den­mit­glie­der

Ganz an­ders sah es bei ei­nem an­de­ren Punkt der Trak­tan­den­lis­te aus. Der Ge­mein­de­rat woll­te die «Ver­ord­nung über die Ent­schä­di­gung der Be­hör­den, Kom­mis­sio­nen und Funk­tio­nä­re im Ne­ben­amt» an­pas­sen. Ei­ne Er­hö­hung der Ent­schä­di­gun­gen wür­de die Äm­ter auch für jün­ge­re Leu­te at­trak­ti­ver ma­chen, ar­gu­men­tier­te der ab­tre­ten­de Ge­mein­de­prä­si­dent Pe­ter Her­zog (CVP) und stell­te den An­trag, die Ent­schä­di­gun­gen der Be­hör­den­mit­glie­der um rund 50 000 Fran­ken auf neu 454 500 Fran­ken zu er­hö­hen. Die Stimm­be­rech­tig­ten folg­ten ihm bei die­sen Mehr­kos­ten nicht. Nur 54 von 194 An­we­sen­den wa­ren auf der Sei­te des Ge­mein­de­rats bei die­sem Ge­schäft. Die ab­leh- nen­de Hal­tung war mit der fi­nan­zi­el­len Schief­la­ge der Ge­mein­de be­grün­det. Als wei­te­res Trak­tan­dum stand näm­lich auch die Ab­nah­me der Jah­res­rech­nung 2017 auf der Lis­te. Die­se schloss mit ei­nem Ver­lust von 1,21 Mil­lio­nen Fran­ken um rund ei­ne hal­be Mil­li­on schlech­ter ab als bud­ge­tiert. Die Jah­res­rech­nung wur­de ein­stim­mig ab­ge­nom­men. Schliess­lich stimm­te die Ge­mein­de­ver­samm­lung auch noch dar­über ab, ob der Wär­me­ver­bund Schwer­zi ab 1. Ja­nu­ar 2019 als Ei­gen­wirt­schafts­be­trieb ge­führt wer­den soll. Das ge­neh­mig­te das Stimm­volk ein­stim­mig. Ge­nau­so uni­so­no wur­de die Bau­ab­rech­nung über das Pro­jekt «Sa­nie­rung Lie­gen­schaft Bir­ken­stras­se 1» ge­neh­migt und be­stimmt, dass beim Über­gang auf das har­mo­ni­sier­te Rech­nungs­le­gungs­mo­dell 2 (HRM2) ei­ne Neu­be­wer­tung des Ver­wal­tungs­ver­mö­gens vor­ge­nom­men wer­den soll.

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