Über­m­ar­chen bei ei­nem Ein­zel­pos­ten ist kein Kür­zungs­grund

Zürichsee-Zeitung (Horgen) - - Zürich -

Im kan­to­na­len Finanzausgleich kön­nen Ge­mein­den in­di­vi­du­el­le Son­der­las­ten seit 2015 gel­tend ma­chen. Bis letz­tes Jahr herrsch­te Rechts­un­si­cher­heit über die An­spruchs­be­rech­ti­gung. Di­ver­se Ge­mein­den kri­ti­sier­ten die Pra­xis des Kan­tons und zo­gen den Streit bis ans Ver­wal­tungs­ge­richt. Die­ses ent­schied im letz­ten Som­mer zu­guns­ten der Ge­mein­den. Der Kan­ton ver­zich­te­te dar­auf, das Ur­teil an das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt wei­ter­zu­zie­hen. Was hat sich ge­än­dert? Wenn Ge­mein­den bis­her Son­der­las­ten bei ei­nem be­stimm­ten Auf­ga­ben­be­reich gel­tend mach­ten, nahm der Kan­ton zur Kon­trol­le die üb­ri­gen Aus­ga­ben­be­rei­che ei­ner An­trag­stel­le­rin un­ter die Lu­pe. Er­wies sich ei­ne Ge­mein­de in ei­nem sol­chen Be­reich als über­durch­schnitt­lich aus­ga­ben­freu­dig, kürz­te oder ver­wei­ger­te der Kan­ton den Iso­la-Be­trag. Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat ent­schie­den, dass die­se Pra­xis nicht zu­läs­sig ist. Der Kan­ton darf beim Iso­la-An­trag nur kür­zen oder strei­chen, wenn die An­trag­stel­le­rin in al­len an­de­ren Nich­tI­so­la-Be­rei­chen über­durch­schnitt­lich viel aus­gibt. Über­m­ar­chen bei ei­nem Ein­zel­pos­ten reicht al­so nicht aus.

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