«Ich ha­be Frank Si­na­tra be­glei­ten dür­fen» TICKETVERLOSUNG

Und sein Sa­xo­fon – ei­ne mu­si­ka­li­sche Er­folgs­ge­schich­te.

Zürichsee-Zeitung (Meilen) - - Wochenende - Pe­pe Li­en­hard (72):

SWING Kei­ner hat wie Pe­pe Li­en­hard mit sei­nen ver­schie­de­nen Band­for­ma­tio­nen die Schwei­zer Orches­ter­mu­sik mit­ge­prägt. Mit «World of Mu­sic» prä­sen­tiert er ne­ben an­de­rem Film­mu­sik­me­lo­di­en von En­nio Mor­ri­co­ne und Quin­cy Jo­nes. Pe­pe Li­en­hard, in Ih­ren Ju­gend­jah­ren sind Sie äl­te­ren Mu­si­ker­kol­le­gen nach­ge­reist, um mit ih­nen Ih­re gros­se Lei­den­schaft für Swing­mu­sik zu tei­len. Als Zu­hö­rer oder ha­ben Sie auch mit ih­nen mu­si­ziert?

Ich rief mit zwölf Jah­ren ei­ne ei­ge­ne Band ins Le­ben. Wir stan­den vor al­lem im Kan­ton Aar­gau auf di­ver­sen Büh­nen.

Gab es da ei­ne be­son­de­re Be­geg­nung, die Sie da­rin be­stärkt hat, Be­rufs­mu­si­ker zu werden?

Mit 15 Jah­ren ha­be ich das ers­te Kon­zert von Quin­cy Jo­nes ge­hört, das war für mich ein Schlüs­sel­er­leb­nis.

Ei­ne «Swiss La­dy» – so­zu­sa­gen das mu­si­ka­li­sche Du­ell Da­vid (Pic­co­lo) ge­gen Go­li­ath (Alp­horn) – hat Sie ei­nem brei­ten, auch eu­ro­päi­schen Pu­bli­kum be­kannt ge­macht. Ha­ben Sie da­mals ge­ahnt, wo­hin Sie Ihr Weg füh­ren wür­de?

Nein, ganz be­stimmt nicht. Die­sen Er­folg ha­ben wir nie­mals er­war­tet. Nicht mal an­satz­wei­se er­träumt.

Ihr mu­si­ka­li­scher Pal­marès ist über­wäl­ti­gend. Kaum ei­ne Grös­se, mit wel­cher Sie nicht ir­gend­wann zu­sam­men­ar­bei­ten durf­ten. Wel­ches war die ein­drück­lichs­te Be­geg­nung, das auf­wüh­lends­te Kon­zert?

Als jun­ger Schwei­zer Mu­si­ker Frank Si­na­tra be­glei­ten zu dür­fen, war ein ein­ma­li­ges Er­leb­nis. Un­ser mu­si­ka­li­scher Hö­he­punkt war das Kon­zert zum 75. Ge­burts­tag von Quin­cy Jo­nes im Jahr 2008 an­läss­lich des Mon­treux Jazz Fes­ti­val.

Apro­pos auf­wüh­lend: Sie ha­ben auch ei­ni­ge Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Po­pu­lär­mu­sik be­glei­tet. Ein Kon­zert mit Si­néad O’Con­nor wur­de in letz­ter Mi­nu­te ab­ge­sagt. Das hat Sie schon ge­fuchst, oder?

Ge­fuchst ist der fal­sche Aus­druck. Fred­dy Burger und ich wa­ren ziem­lich sau­er, weil wir 40 000 Fran­ken in den Sand ge­setzt ha­ben.

Mit Udo Jür­gens ver­band Sie ei­ne en­ge Freund­schaft. Tra­gisch, ei­nen Freund zu ver­lie­ren, aber auch ei­ne Chan­ce, die Her­aus­for­de­rung, wie­der ver­mehrt ei­ge­ne, per­sön­li­che Pro­jek­te zu ver­wirk- li­chen?

Das ist so, wir ha­ben na­tür­lich im­mer un­se­re ei­ge­nen Pro­jek­te ge­macht, aber jetzt ein­fach viel in­ten­si­ver.

Es mag täu­schen, aber sind Big Bands – frü­her hat­te je­der Radio- und Fern­seh­sen­der ein ei­ge­nes Orches­ter, ei­ne Band – ei­ne vom Aus­ster­ben be­droh­te Spe­zi­es?

Big Bands kämp­fen seit 40 Jah­ren ums Über­le­ben, aber es gibt Gott sei Dank im­mer noch ei­ne gros­se An­zahl Lieb­ha­ber, die die­se Mu­sik ger­ne hö­ren wol­len.

Was fas­zi­niert Sie seit Jah­ren am Sound von Glenn Mil­ler, Du­ke El­ling­ton oder Ben­ny Good­man?

Die­se Mu­sik fas­zi­niert mich, seit ich sie das ers­te Mal im Al­ter von zwölf Jah­ren im Radio ge­hört ha­be. Ich kann mich noch er­in­nern, es war die le­gen­dä­re «Moon­light Se­re­na­de» von Glenn Mil­ler.

Wenn man heu­te ein Fo­to von Ih­rem 50. Ge­burts­tag be­trach­tet, hat man den Ein­druck, Sie hät­ten sich kaum ver­än­dert. Zu mu­si­zie­ren scheint ein Jung­brun­nen zu sein . . .

Vie­len Dank für das net­te Kom­pli­ment. Mu­sik ist tat­säch­lich der ro­te Fa­den in mei­nem Le­ben, der mich jung hält.

2017 ha­ben Sie un­ter an­de­rem den Eh­ren-Prix-Wa­lo für Ihr Le­bens­werk be­kom­men. Ich neh­me an, Sie möch­ten die­sem aber doch noch ei­ni­ge Ka­pi­tel bei­fü­gen?

Der Eh­ren-Prix-Wa­lo hat mich na­tür­lich sehr ge­freut. Aber das war für mich kein Ab­schieds­ge­schenk, son­dern Mo­ti­va­ti­on, noch vie­le wei­te­re Ka­pi­tel bei­zu­fü­gen, so­lan­ge mei­ne Ge­sund­heit dies zu­lässt.

Ak­tu­ell ar­ran­gie­ren Sie ei­ne 25-köp­fi­ge Big Band, Sän­ge­rin und Sän­ger, ein Vo­kal­quar­tett und mehr. Am 20. Ok­to­ber star­tet die Tour­nee «World of Mu­sic». Was wird dem Pu­bli­kum ge­bo­ten?

Ne­ben Big Band Swing in­ter­pre­tie­ren wir be­kann­te Film­me­lo­di­en und Hits der Iko­nen Udo Jür­gens, Ha­zy Os­ter­wald und von vie­len an­de­ren Vor­bil­dern.

Pe­pe Li­en­hard – Die «Zü­rich­seeZei­tung» ver­lost für das Kon­zert von Sonn­tag,

21. Ok­to­ber, 17 Uhr 2×2 Ti­ckets. Kenn­wort: Pe­pe

Teil­nah­me: Bit­te ei­ne Mail an ticketverlosung@zsz.ch bis Mon­tag, 15. Ok­to­ber, 8 Uhr. Über die Ver­lo­sung wird kei­ne Kor­re­spon­denz ge­führt, die Ti­ckets kön­nen an der Abend­kas­se ab­ge­holt werden. Mit­ar­bei­ter von Ta­me­dia so­wie An­ge­hö­ri­ge sind nicht teil­nah­me­be­rech­tigt.

Fo­to: Micha­el Kess­ler

Pe­pe Li­en­hard

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