See­de­r­by geht an Män­ne­dorf

In der Grup­pe 1 der re­gio­na­len 2. Li­ga ist Gast­ge­ber Män­ne­dorf mit ei­nem 2:1-Sieg im Di­rekt­du­ell in der Rang­lis­te am Geg­ner Stä­fa vor­bei­ge­zo­gen. 430 Fans sa­hen ein leb­haf­tes Der­by.

Zürichsee-Zeitung (Meilen) - - Sport - Mko/ bfs

Von An­fang an war klar er­sicht­lich, dass die Män­ne­dörf­ler über den Kampf zum Sie­gen zu­rück­keh­ren woll­ten. Dem­ent­spre­chend führ­ten sie in der Start­vier­tel­stun­de über­aus kon­se­quent – und die Stäf­ner Gäs­te ta­ten es ih­nen gleich. Bei­den Teams war deut­lich an­zu­mer­ken, dass sie mit ei­nem Der­by­sieg den An­schluss ans Mit­tel­feld der Ta­bel­le her­stel­len woll­ten. «Es war uns wich­tig, gut ins Spiel zu kom­men und gleich die ers­ten Zwei­kämp­fe zu ge­win­nen; das ist uns gut ge­lun­gen», ver­riet Män­ne­dorfs Mark Mei­er her­nach.

Weil bei­de Teams so schnör­kel­los ver­tei­dig­ten, ver­gin­gen rund 20 Mi­nu­ten, bis ers­te tor­ge­fähr­li­che Si­tua­tio­nen ent­stan­den. Män­ne­dorfs Ni­co Bochic­chio schei­ter­te nach ei­ner ge­lun­ge­nen Kom­bi­na­ti­on über die lin­ke Sei­te und ei­ner Mass­flan­ke von Ya­niv Edri am stark re­agie­ren­den Ron­ny Fi­scher im Stäf­ner Tor.

Mit zu­neh­men­der Spiel­dau­er klapp­te die Ab­stim­mung der Män­ne­dörf­ler im­mer bes­ser – nicht zu­letzt dank Yan­nik Schnee­ber­ger. Er di­ri­gier­te sei­ne Mann­schaft so­wohl bei Ball­be­sitz, aber auch bei der Ar­beit ge­gen den Ball. Trai­ner Mi­ke Kol­ler at­tes­tier­te ihm nach dem Spiel ei­ne sehr gu­te Leis­tung: «Er hat ei­ne her­vor­ra­gen­de Par­tie ab­ge­lie­fert. Er war die Schalt­zen­tra­le in un­se­rem Mit­tel­feld und hat die Li­ni­en zu­sam­men­ge­hal­ten.»

Al­ler­dings hat­te der so viel ge­lob­te Re­gis­seur Schnee­ber­ger kurz vor der Halb­zeit­pau­se ei­nen re­gel­rech­ten Black­out, ge­riet ihm doch ein Rück­pass auf Tor­hü­ter Re­né Lob­nik so kurz, dass Stä­fas Jens Sae­th­re ihn ab­fing, den Go­a­lie über­wand und zur 1:0-Pau­sen­füh­rung für die Gäs­te ein­schob (45.).

Tur­bu­len­te fünf Mi­nu­ten

Die zwei­te Halb­zeit ging wei­ter, wie die ers­te auf­ge­hört hat­te: Män­ne­dorf hat­te viel Ball­be­sitz und zeig­te gu­te Pass­sta­fet­ten, Stä­fa agier­te eher aus der De­ckung her­aus – und bei­de Teams schenk­ten ein­an­der in ei­nem kampf­be­ton­ten und hek­ti­schen Spiel nichts.

Ei­ne hal­be St­un­de vor Spie­len­de kam es zu fünf wei­chen­stel­len­den Mi­nu­ten. Stä­fa-Ver­tei­di­ger Sa­scha Wy­mann sah in der 64. Mi­nu­te sei­ne zwei­te Gel­be Kar­te und muss­te vom Feld. Kei­ne Zei­ge­rum­dre­hung spä­ter wur­de Mo­ritz Schmid im Stäf­ner Straf­raum ge­foult. Da­ni­el Di Bel­la führ­te den fäl­li­gen Pen­al­ty aus, schei­ter­te je­doch an Ron­ny Fi­scher. Da­für sah sich der star­ke Stäf­ner Go­a­lie zwei Mi­nu­ten spä­ter doch noch über­wun­den. Ei­ne Flan­ke von Män­ne­dorfs Ex-Stäf­ner Mark Mei­er aus dem Halb­feld kul­ler­te an Mit­spie­lern, Geg­nern und dem zwei­ten Pfos­ten vor­bei zum 1:1-Aus­gleich ins Tor (66.).

Von nun an drück­ten die Platz­her­ren mit al­ler Macht ge­gen die zehn Stäf­ner auf den Sieg­tref­fer, was die­sen wie­der­um Raum für Kon­ter bot. Jens Sae­th­re schei­ter­te am End­punkt ei­nes sol­chen Ge­gen­stos­ses in der 70. Mi­nu­te mit ei­nem se­hens­wer­ten Schuss am Män­ne­dorf-Tor­hü­ter Re­né Lob­nik.

Als sich die meis­ten Zu­schaue­rin­nen und Zu­schau­er wohl schon mit der Punk­te­tei­lung ab­ge­fun­den hat­ten, fiel kurz vor Schluss doch noch ein Tor. Pas­cal Pau­se lief rechts durch, trat ei­ne Flan­ke, die Ron­ny Fi­scher un­ter­lief – und am hin­te­ren Pfos­ten stand Ni­co Bochic­chio gold­rich­tig, um zum 2:1-Sieg­tor für Män­ne­dorf ein­zu­schie­ben.

Lo­ben­de Wor­te der Trai­ner

«Wir wuss­ten um die Be­deu­tung des Spiels, auch, weil uns die Si­tua­ti­on in der Ta­bel­le heu­te nicht viel an­de­res üb­rig ge­las­sen hat, als zu sie­gen», kom­men­tier­te Män­ne­dorfs Trai­ner Mi­ke Kol­ler. «Wir woll­ten die letz­ten Spie­le ver­ges­sen ma­chen, in de­nen wir eher zu pas­siv auf­ge­tre­ten wa­ren. Dies ist uns ge­lun­gen.» Sein Stäf­ner Ge­gen­über Lu­i­gi Ca­rac­cio­lo be­fand: «Grund­sätz­lich bin ich mit dem Ein­satz mei­ner Mann­schaft zu­frie­den. Wir sind gut in Füh­rung ge­gan­gen und hat­ten auch in der zwei­ten Halb­zeit das Spiel sehr gut im Griff, ha­ben lan­ge we­nig zu­ge­las­sen.»

Für Män­ne­dorf geht es be­reits heu­te Sams­tag beim Spit­zen­klub See­feld wei­ter; Stä­fa tritt mor­gen in Schlie­ren an.

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