Wal­ker Späh er­öff­net Ex­po mit Schiff­s­horn

Das Schiff­s­horn war am gest­ri­gen Er­öff­nungs­akt zur Stäf­ner Ex­po 2018 nur ein Ne­ben­ge­räusch. Im Zen­trum stand das Ge­wer­be, das mit 227 Aus­stel­lern ver­tre­ten ist. Die Red­ner spra­chen über das Ge­werb­ler-Gen, Goe­the und die Haupt­stadt der Welt.

Zürichsee-Zeitung (Meilen) - - Vorderseite - Zu die­sem Zeit­punkt war die Ex­po be­reits of­fi­zi­ell er­öff­net: Mo­de­ra­tor Ste­phan Len­di (3. v. l.) und die Red­ner Kurt Zol­lin­ger, Car­men Wal­ker Späh und Da­ni­el Jo­sitsch.

Für ein­mal wur­de zur Er­öff­nung ei­ner Ge­wer­be­aus­stel­lung kein Band durch­ge­schnit­ten. Kurz nach 18 Uhr er­klang im Fest­zelt auf dem Stäf­ner Froh­berg ein Schiff­s­horn und Re­gie­rungs­rä­tin Car­men Wal­ker Späh (FDP) er­klär­te die Ex­po für of­fi­zi­ell er­öff­net. Nach­dem der Re­gie­rungs­rat den Schiffs­fünfli­ber ab­ge­schafft ha­be, sei sie auf­ge­for­dert wor­den, auch das Horn­ver­bot ab­zu­schaf­fen, sag­te Wal­ker Späh. Da­mit war für sie das The­ma Hor­nen er­le­digt. Im Zen­trum stand schliess­lich et­was an­de­res. Wal­ker Späh be­kann­te, als ehe­ma­li­ge Ge­werb­le­rin noch im­mer ein Ge­werb­ler-Gen zu ha­ben, und be­zeich­ne­te die KMU als Stüt­ze der Volks­wirt­schaft. «Ge­wer­be­mes­sen sind nichts Alt­mo­di­sches. Die Men­schen wol­len sich trotz In­ter­net im­mer noch tref­fen», sag­te sie, den gut be­such­ten Fest­saal im Blick.

Goe­the war be­ein­druckt

Der Gross­an­lass im Stäf­ner Froh­berg war längst vor der of­fi­zi­el­len Er­öff­nung ge­star­tet: Die Aus­stel­ler, die sich in den letz­ten Ta­gen ein­ge­rich­tet hat­ten, emp­fin­gen ab 15 Uhr Be­su­cher. Ei­ne Stun­de spä­ter gab es für die Mit­glie­der des kan­to­na­len Ge­wer­be­ver­bands ei­nen ers­ten Apé­ro, der sie auf den Ge­wer­be­kon­gress ein­stimm­te. Dank ih­nen sei das Fest­zelt nicht so leer wie beim letz­ten Mal, be­merk­te OK-Prä­si­dent Kurt Zol­lin­ger am Er­öff­nungs­akt. Aber auch die Aus­stel­ler wa­ren zu die­sem Akt ge­la­den – 227, ei­ne statt­li­che Zahl.

Statt­lich war auch die Zahl der an­we­sen­den Po­li­ti­ker. Ne­ben Volks­wirt­schafts­di­rek­to­rin Car­men Wal­ker Späh wur­den Bil­dungs­di­rek­to­rin Sil­via St­ei­ner (CVP) und Fi­nanz­di­rek­tor Ernst Sto­cker (SVP) be­grüsst – so­wie zahl­rei­che wei­te­re Po­li­ti­ker von Bund, Kan­ton und Ge­mein­de. Im Fo­kus stan­den aber nicht sie, son­dern die Ge­werb­ler. Zol­lin­ger er­in­ner­te an ei­nen be­rühm­ten Gast, der 1797 in Stäfa weil­te: Be­reits Jo­hann Wolf­gang Goe­the sei das fleis­si­ge Stäf­ner Ge­wer­be auf­ge­fal­len – die Fär­ber, Ger­ber und Mül­ler. Der Dich­ter­fürst ha­be Hals­tü­cher und ei­ne Da­men­klei­dung nach der neus­ten Mo­de er­wor­ben. «Was wür­de er wohl heu­te sa­gen?», frag­te der OK-Prä­si- dent. Ei­ne Fra­ge, die un­be­ant­wor­tet blei­ben muss­te.

Gruss von Jo­sitsch

Ei­nen Auf­tritt hat­te auch der Stäf­ner Stän­de­rat Da­ni­el Jo­sitsch (SP) – als Eh­ren­mit­glied des OK. Die Ar­beit hät­ten die an­de­ren ge­macht, sag­te er und war voll des Lo­bes für sei­ne Wohn­ge­mein­de. «Stäfa ist die Haupt­stadt der Welt.» Lob er­hielt auch der am Er­öff­nungs­akt nicht auf­tre­ten­de Ge­mein­de­prä­si­dent Chris­ti­an Halt­ner (FDP). Auf die Fra­ge des Mo­de­ra­tors, was er aus Stäfa nach Bern ex­por­tie­ren wür­de, lau­te­te die Ant­wort Jo­sitschs: «Den Ge­mein­de­prä­si­den­ten.» Halt­ner hat­te zu­vor am Ge­wer­be­kon­gress ei­ne Re­de ge­hal­ten.

Die Ge­wer­be­aus­stel­lung auf dem Ge­län­de der Sport­an­la­ge Froh­berg dau­ert bis Sonn­tag. rli

Fo­to: Ma­nue­la Matt

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