Ein­spra­che dürf­te Brü­cke ver­zö­gern

Ei­ne Stif­tung hat Ein­spra­che ge­gen die Küs­nach­ter To­bel­brü­cke er­ho­ben. Da­mit wird ein Ge­richts­ver­fah­ren we­gen des Baus im­mer wahr­schein­li­cher.

Zürichsee-Zeitung (Meilen) - - Zürichsee -

Nach­dem der Küs­nach­ter To­bel­brü­cke schon wäh­rend der ers­ten Auf­la­ge­frist durch Ein­wen­dun­gen Op­po­si­ti­on er­wach­sen ist, wird der Ge­gen­wind rau­er. Die Stif­tung Land­schafts­schutz (SL) hat ei­ne Ein­spra­che er­ho­ben, wie sie in ei­ner Mit­tei­lung schreibt. «Für die Brü­cke be­steht kein ge­nü­gen­des öf­fent­li­ches In­ter­es­se», ist da zu le­sen und wei­ter: «Weil es sich um ei­ne ge­schütz­te Land­schaft han­delt, er­ach­tet die Stif­tung Land­schafts­schutz die Hän­ge­brü­cke als nicht be­wil­li­gungs­fä­hig.»

Bei ei­ner Ein­spra­che han­delt es sich um ein we­sent­lich stär­ke­res Rechts­mit­tel als bei ei­ner Ein­wen­dung. Es ist wahr­schein­lich, dass das Bau­re­kurs­ge­richt über die To­bel­brü­cke ent­schei­den muss, was zwangs­läu­fig zu ei­ner Ver­zö­ge­rung füh­ren wür­de oder den Bau gar ver­hin­dern könn­te. Nur wer Ein­spra­che er­hebt, kann nach ei­ner Fest­set­zung des Pro­jek­tes vor Ge­richt ge­hen. Die Er­öff­nung der Brü­cke ist ei­gent­lich auf den Spät­herbst 2019 ge­plant.

Schon Ein­wen­dung ge­macht

Über­ra­schend kommt die Ein­spra­che nicht. Die SL hat­te be­reits ei­ne Ein­wen­dung ge­gen den Bau ein­ge­reicht. Der Be­richt zu den Ein­wen­dun­gen auf der Web­site der Ge­mein­de Küs­nacht ent­hüllt, dass ins­ge­samt drei Ver­bän­de und ei­ne Pri­vat­per­son Ein­wen­dun­gen ge­gen den Bau der Brü­cke ein­ge­reicht hat­ten. Die Idee ei­ner Hän­ge­brü­cke übers To­bel be­steht schon län­ger. In greif­ba­re Nä­he ge­rückt war sie erst durch ei­nen Ein­woh­ner, der das Bau­werk im Wert von 1,1 Mil­lio­nen Fran­ken spen­den möch­te. Die Ge­mein­de­ver­samm­lung hat­te ei­ner für den Bau nö­ti­gen Teil­re­vi­si­on des Richt­plans im Ju­ni zu­ge­stimmt.

Die Ge­mein­de be­stä­tig­te den Ein­gang der Ein­spra­che. Bis­lang sind kei­ne wei­te­ren Ein­spra­chen ein­ge­gan­gen, wie zu er­fah­ren war: Die Frist läuft noch bis zum 14. No­vem­ber. phs

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