“Thai Po­li­tik: Freund oder Feind für das Bu­si­ness?”

Wochen Blitz - - Kolumne -

Am 27. Ju­li lu­den 13 Han­dels­kam­mern - Ame­ri­can-Thai, Aus­tra­li­an-Thai, Be­lu–Thai, Bri­tish-Thai, Thai-Ca­na­di­an, Da­nish-Thai, Fran­co-Thai, Ger­man-Thai, Thai-Ita­li­an, Ne­ther­lands-Thai, Sin­ga­po­reThai, Thai-Swe­dish Cham­bers of Com­mer­ce and Thai-Hong Kong Tra­de As­so­cia­ti­on – zu ei­nem ge­mein­sa­men Event ins Shan­gri La Ho­tel in Bang­kok ein. Im Rah­men des Bu­si­ness Lunch hielt der Füh­rer der De­mo­kra­ti­schen Par­tei und frü­he­re Pre­mier­mi­nis­ter Ab­hi­sit Ve­jja­jiva ei­ne Re­de zu dem The­ma: “Thai Po­li­tik: Freund oder Feind für das Bu­si­ness?” Ab­hi­sit Ve­jja­jiva wur­de am 3. Au­gust 1964 in New­cast­le-upon-Ty­ne, Groß­bri­tan­ni­en, ge­bo­ren und be­such­te in En­g­land das Eton Col­le­ge so­wie die Ox­ford Uni­ver­si­ty. Er be­en­de­te sei­ne Stu­di­en als Ba­che­lor der Phi­lo­so­phie, Po­li­tik­wis­sen­schaft und Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten (wo er spä­ter auch ei­nen Mas­ter­ti­tel er­warb). Da­nach lehr­te er an der Kö­nig­lich Thai­län­di­schen Chul­a­chom­klao-Mi­li­tär­aka­de­mie, er­hielt von der Ramkham­ha­eng Uni­ver­si­tät ei­nen Ba­che­l­or­ti­tel in Ju­ra und hielt schließ­lich Vor­le­sun­gen in Öko­no­mie an der Tham­mas­art Uni­ver­si­tät. Er ist mit der ehe­ma­li­gen Zahn­ärz­tin so­wie jet­zi­gen Ma­the­ma­tik­do­zen­tin Pim­pen Sak­un­t­ab­hai ver­hei­ra­tet und hat zwei Kin­der. Ab­hi­sit star­te­te sei­ne po­li­ti­sche Kar­rie­re 1992 als de­mo­kra­ti­scher Par­la­men­ta­ri­er in Bang­kok. 1995 und 1996 wur­de er auf sei­nen Sitz wie­der­ge­wählt und zog in den Wah­len von 2001 so­wie 2005 über ei­nen Lis­ten­platz ins Par­la­ment ein. Da­nach mach­te sich Ab­hi­sit als Spre­cher der De­mo­kra­ti­schen Par­tei, als Re­gie­rungs­spre­cher, Staats­se­kre­tär des Pre­mier­mi­nis­ters für Po­li­ti­sche An­ge­le­gen­hei­ten, Vor­sit­zen­der des par­la­men­ta­ri­schen Aus­schus­ses für Bil­dungs­fra­gen und als Staats­mi­nis­ter im Amt des Pre­mier­mi­nis­ters be­kannt. Der Hö­he­punkt sei­ner Kar­rie­re war die Wahl zum 27. Pre­mier­mi­nis­ter Thai­lands durch das Par­la­ment am 15. De­zem­ber 2008. Sei­ne Amt­s­pe­ri­ode war über­schat­tet von den schwe­ren Un­ru­hen im Früh­jahr 2010, bei der Wahl am 5. Ju­li 2011 un­ter­lag er dann der jet­zi­gen Pre­mier­mi­nis­te­rin Ying­luck Shina­wa­tra. Der Grund­te­nor der Re­de war, dass er Thai­land auch heu­te - trotz gro­ßer po­li- ti­scher Un­ter­schie­de zur Re­gie­rungs­par­tei - als Bu­si­ness-freund­lich ein­stuft und kla­re Vor­tei­le ge­gen­über an­de­ren Län­dern in der Re­gi­on sieht. Je­doch spar­te er auch nicht mit Kri­tik an der jet­zi­gen Re­gie­rung, wo­bei er drei Haupt­punk­te ins Feld führ­te. Ers­tens nann­te er hier­zu die Reis­po­li­tik, wel­che Thai­land ge­ra­de des­sen 50-jäh­ri­ge Füh­rungs­po­si­ti­on als die Num­mer 1 im Welt­ex­port kos­te­te. Zwei­tens ver­wies er auf die stän­dig stei­gen­den Kos­ten, ver­ur­sacht un­ter an­de­rem durch die neu­en Re­ge­lun­gen zum Min­dest­lohn. Letzt­end­lich be­zeich­ne­te er auch die wach­sen­de Kor­rup­ti­on als ein gro­ßes Pro­blem für das Land. Die Ver­an­stal­tung war sehr gut be­sucht und wäh­rend ei­ne Kam­mer­spre­che­rin von mehr als 500 Be­su­chern sprach, schätz­ten wir die­se an­ge­sichts des vol­len Ball­saals so­gar eher auf 800.

Grup­pen­bild Ab­hi­sit mit den Ver­tre­tern der Kam­mern

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