Re­kord­haus­halt ver­ab­schie­det

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Das Par­la­ment stimm­te am 18. Au­gust dem neu­en Haus­halt mit 279:8 Stim­men bei 127 Ent­hal­tun­gen zu, da­mit wur­de der Haus­halt 2013 ver­ab­schie­det, es ist der größ­te Haus­halt in der Ge­schich­te Thai­lands.

Die Ab­stim­mung folg­te ei­ner drei­tä­gi­gen Par­la­ments­de­bat­te, bei der die Op­po­si­ti­on der Re­gie­rung man­geln­de Trans­pa­renz vor­warf, was die Fi­nan­zie­rung von Me­ga­pro­jek­ten be­trifft. Die Re­gie­rung will ab dem 1. Ok­to­ber 2,4 Bil­lio­nen Baht aus­ge­ben.

Korn Cha­ti­ka­va­nij, ehe­ma­li­ger Fi­nanz­mi­nis­ter, kri­ti­sier­te meh­re­re Punk­te an dem Bud­get, auch die Ver­rin­ge­rung der Kör­per­schafts­steu­er von 30% auf 23%, weil gro­ße Fir­men be­vor­zugt be­han­delt wer­den. Das Steu­er­vo­lu­men wer­de dann nur noch ca. 2,1 Bil­lio­nen Baht be­tra­gen, wo­bei ein De­fi­zit von 300 Mil­li­ar­den Baht ent­ste­he, was wie­der­um da­zu füh­re, dass der Staat wei­te­re Kre­di­te auf­neh­men müs­se.

Fi­nanz­mi­nis­ter Kit­ti­ratt Na-Ra­nong sieht das na­tür­lich völ­lig an­ders: Durch die Ver­rin­ge­rung der Kör­per­schafts­steu­er wer­de Thai­land wett­be­werbs­fä­hi­ger und so­wohl in­län­di­sche als auch aus­län­di­sche In­ves­to­ren wür­den sich für das Land in­ter­es­sie­ren. Korn pro­gnos­ti­zier­te, dass dem Staat da­durch 150 Mil­li­ar­den Baht an Ein­nah­me­ver­lus­ten ent­ste­hen, so­dass die Re­gie­rung dann ge­zwun­gen ist, an an­de­rer Stel­le Steu­ern zu er­hö­hen.

Fi­nanz­mi­nis­ter Kit­ti­rat wies fer­ner dar­auf hin, dass der ver­ab­schie­de­te Haus­halt nur 20 Mil­li­ar­den Baht hö­her sei als der Haus­halt 2012.

Wäh­rend der De­bat­te er­kun­dig­te sich die De­mo­kra­ti­sche Par­tei ins­be­son­de­re nach den Aus­ga­ben für ge­plan­te Me­ga­pro­jek­te für die Flut­prä­ven­ti­on und woll­te zu­nächst wis­sen, auf wel­che Wei­se 30 Mil­li­ar­den Baht des Not­fall­fonds in Hö­he von 66 Mil­li­ar­den Baht aus­ge­ge­ben wur­den. Die Re­gie­rungs­par­tei teil­te mit, dass die­ses Bud­get zum Haus­halt 2012 ge­hö­re und es da­her kei­nen Grund gä­be, dar­über zu re­den.

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