Po­li­zei ent­schul­digt sich

Wochen Blitz - - Thailand Nachrichten -

Der Chef der Son­der­ein­heit der Po­li­zei (DSI), Ta­rit Peng­dith, ent­schul­dig­te sich bei Ar­mee­chef Prayuth Chan-ocha für die Er­mitt­lun­gen ge­gen das Mi­li­tär be­züg­lich der blu­ti­gen Nie­der­schla­gung der Ro­them­den-Pro­tes­te 2010.

Bei den De­mons­tra­tio­nen wa­ren fast ein­hun­dert Men­schen ums Le­ben ge­kom­men, die DSI kam zu dem Er­geb­nis, dass ei­ne nicht un­er­heb­li­che An­zahl von De­mons­tran­ten durch Ku­geln aus Ar­mee­waf­fen ge­stor­ben sind.

Prayuth kom­men­tier­te am 16. Au­gust wü­tend, dass dies nicht stim­men könn­te, die DSI ha­be fal­sche Schluss­fol­ge­run­gen ge­zo­gen und ha­be die­se fal­schen Er­mitt­lungs­er­geb­nis­se auch noch ver­öf­fent­licht. Die Er­mitt­lungs­ver­fah­ren sei­en noch nicht ab­ge­schlos­sen, die Po­li­zei dürf­te lau­fen­de Ver­fah­ren nicht kom­men­tie­ren.

Die Re­gie­rung ha­be doch klar ge­stellt, dass zwar er­mit­telt wird, aber über die­se Er­mitt­lun­gen ge­schwie­gen wird. Im Üb­ri­gen hät­ten Sol­da­ten kei­ne Zi­vi­lis­ten ge­tö­tet, viel­mehr sei auf Sol­da­ten ge­schos­sen wor­den.

Ins­ge­samt star­ben 2010 wäh­rend der blu­ti­gen De­mons­tra­tio­nen in­ner­halb von zehn Wo­chen 91 Men­schen, rund 2000 wur­den ver­letzt.

DSI-Chef Ta­rit griff zum Te­le­fon und ent­schul­dig­te sich bei Ar­mee­chef Prayuth und ver­sprach, sich um die An­ge­le­gen­heit zu küm­mern.

DSI-Vi­ze-Di­rek­tor Pra­wet Moon­pra­muk woll­te kei­nen Kom­men­tar ab­ge­ben. Er sag­te am 16. Au­gust le­dig­lich, er ha­be den Auf­trag be­kom­men, je­den Tag die Me­di­en über die neu­es­ten Er­mitt­lungs­er­geb­nis­se zu in­for­mie­ren.

Die Son­der­ein­heit der Po­li­zei, De­part­ment of Spe­cial In­ves­ti­ga­ti­ons (DSI), teil­te auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz am 14. Au­gust mit, dass Thai­land bei der An­schaf­fung der Bom­ben­de­tek­to­ren GT200 und Al­pha 6 ganz of­fen­sicht­lich be­tro­gen wur­de.

Die De­tek­to­ren funk­tio­nie­ren nicht und wur­den von der US-Bot­schaft als „Spiel­zeug“be­zeich­net. Den­noch be­steht die Ar­mee auf de­ren Ver­wen­dung in den süd­li­chen Un­ru­he­pro­vin­zen, weil man nichts Bes­se­res ha­be. Doch dar­um ging es auf der Pres­se­kon­fe­renz der DSI nicht. Der Chef

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