Aus­bau von Su­varn­ab­hu­mi soll ver­hin­dert wer­den

Wochen Blitz - - Thailand Nachrichten -

Ein Um­welt­schüt­zer will ge­gen den Aus­bau des Bang­ko­ker Flug­ha­fens Su­varn­ab­hu­mi kla­gen mit der Be­grün­dung, dass die Ar­bei­ten schon be­gon­nen ha­ben, ob­wohl die ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­nen Um­welt­ver­träg­lich­keits­stu­di­en noch gar nicht vor­lie­gen.

Sri­su­wan Janya, Prä­si­dent der Stop Glo­bal War­ming As­so­cia­ti­on, sag­te, dass die Bau­pro­jek­te mit ei­nem Bud­get von 62,5 Mil­li­ar­den Baht be­reits be­gon­nen hät­ten. Um­welt- und Ge­sund­heits­ver­träg­lich­keits­stu­di­en lä­gen aber nicht vor. Der Um­welt­schüt­zer, der gleich­zei­tig Rechts­an­walt ist, wur­de von rund 390 Man­dan­ten, die in der Nä­he des Flug­ha­fens woh­nen, be­auf­tragt, beim Ver­wal­tungs­ge­richt ei­ne Kla­ge ein­zu­rei­chen, da­mit die Bau­ar­bei­ten so­fort ge­stoppt wer­den. So­wohl das Trans­port­mi­nis­te­ri­um als auch die Flug­ha­fen­be­trei- be­rin, Air­ports of Thai­land, AoT, sind je­doch der Meinung, dass für den Aus­bau gar kei­ne Um­welt- und Ge­sund­heits­ver­träg­lich­keits­stu­di­en an­ge­fer­tigt wer­den müs­sen.

Die Chan­cen von Sri­su­wan, mit sei­ner Kla­ge Er­folg zu ha­ben, ste­hen durch­aus nicht schlecht: En­de Au­gust ge­wann er ein ähn­lich ge­la­ger­tes Ver­fah­ren. In die­sem hat­te er das Rayong In­dus­tri­al Esta­te ver­klagt, um ei­nen Aus­bau des In­dus­trie­zen­trums zu ver­hin­dern. Der An­walt wur­de von 386 An­woh­nern be­auf­tragt, ge­gen das Pro­jekt, das auf ei­ner Flä­che von 2500 Rai ent­ste­hen soll­te, vor­zu­ge­hen.

Das Ge­richt gab den Klä­gern Recht: Da kei­ne Um­welt- und Ge­sund­heits­ver­träg­lich­keits­stu­di­en vor­la­gen, wur­de das Pro­jekt als il­le­gal er­klärt und der Aus­bau zu­nächst ver­bo­ten.

Der flüch­ti­ge Ex-Pre­mier Thaks­in Shina­wa­tra hat die Ar­beit der von sei­ner jün­ge­ren Schwes­ter Ying­luck ge­führ­ten Re­gie­rung im ers­ten Jahr auf ei­ner Ska­la von 0 bis 100 mit 60 bis 70 Punk­ten be­wer­tet, warn­te aber gleich­zei­tig da­vor, dass die här­te­ren Auf­ga­ben erst noch be­vor­stün­den.

In ei­nem In­ter­view mit dem re­gie­rungs­freund­li­chen Fern­seh­ka­nal "Voice TV" er­klär­te Thaks­in, lei­der sei die Um­set­zung wich­ti­ger Tei­le der Puea Thai Po­li­tik im letz­ten Jahr ins Sto­cken ge­ra­ten, da die Re­gie­rung ge­zwun­gen ge­we­sen sei, sich auf die Flut­ka­ta­stro­phe zu kon­zen­trie­ren.

Auf die Fra­ge, wie er denn spe­zi­ell die Ar­beit sei­ner Schwes­ter be­ur­tei­le, ant­wor­te­te Thaks­in, sie ha­be den Job bes­ser als er­war­tet aus­ge­führt und ha­be nicht nur Füh­rungs­qua­li­tä­ten son­dern auch Hin­ga­be und Fle­xi­bi­li­tät ge­zeigt.

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