Sa­ti­re. Oder was?

Wochen Blitz - - Thailand Nachrichten -

Die Ko­lum­ne von Ernst Nim­mich

Ha­ben Sie die­se Schlag­zei­le ge­le­sen? SEXSTREIK! Nein, nicht in Thai­land. Au­weia. Im west­afri­ka­ni­schen To­go. Dort wol­len die Frau­en ih­ren Ma­en­nern sie­ben Ta­ge das Bett ver­wei­gern. Als ob das so aus­ser­ge­wo­ehn­lich wae­re. „Schatz wirk­lich, ich ha­be waaahn­sin­ni­ge Kopf­schmer­zen.“

Nein, im Ernst. Die To­go­le­sin­nen wol­len da­mit den ak­tu­el­len Pra­e­si­den­ten Fau­re Gnas­sing­be zum Rueck­tritt be­we­gen. Oder auch ih­re Ehe­ma­en­ner zur Wahl ei­nes an­de­ren Kan­di­da­ten be­we­gen. Auf je­den Fall be­we­gen, nur an­ders. Nicht ue­ber­lie­fert ist al­ler­dings, wie­vie­le der Ehe­frau­en des Pra­e­si­den­ten an dem Streik teil­neh­men wer­den.

Wie sag­te ei­ne der To­go­le­sin­nen? "Wir möch­ten, dass al­le Frau­en, de­ren Ehe­män­ner den Prä­si­den­ten un­ter­stüt­zen, so lan­ge Sex ver­wei­gern, bis ih­re Stim­men ge­hört wer­den". Ja wer ho­ert denn da schon zu? Und dann noch den ei­ge­nen Frau­en? Sie sag­te auch: "Frau­en ha­ben nicht viel Macht in To­go, aber je­der weiß, dass Män­ner für be­stimm­te Din­ge auf uns an­ge­wie­sen sind.“So ist das al­so. Erst die gros­sen Fe­mi-Sprue­che und dann den vol­len Waf­fen­ein­satz. Man muss sich na­tu­er­lich auch ernst­haft fra­gen, wie es um ein Land und de­ren Men­schen be­stellt ist, wenn die­se Art von Streik von­noe­ten sind, um ei­ne durch­aus be­gru­es­sens­wer­te Ab­wahl ei­nes Dik­ta­tors zu fo­er­dern. Da sind wir de­nen hier in Thai­land ja um Licht­jah­re vor­aus. Oder?

Nun stel­len Sie sich mal vor, wenn in Thai­land die Frau­en zu ei­nem Sexstreik auf­ru­fen. Ich mei­ne na­tu­er­lich je­ne Frau­en, die im Pa­ra­gon ein­kau­fen ge­hen, und nicht in Pat­pong. Egal, wie auch im­mer, die Thai Frau­en ru­fen al­so auf. Zum Bei­spiel, um Khun Thaks­in end­lich Am­nes­tie zu ge­wa­eh­ren. Die Bet­ten wae­ren nicht drei Mi­nu­ten kalt. Funk­tio­niert al­so nicht. Oder ge­gen die lan­des­wei­te Kor­rup­ti­on. Nein, geht auch nicht, denn die Thais wu­er­den von den Strei­ke­rin­nen Schutz­geld ver­lan­gen, un­der- the-bed so­zu­sa­gen.

Ich hab’s. Wie wae­re es mit ei­nem Sexstreik ge­gen Sex? Al­so, nur mal theo­re­tisch ge­spro­chen: die thai­la­en­di­schen Ehe­frau­en set­zen sich zur Wehr ge­gen die hie­si­ge Sex­in­dus­trie und ver­wei­gern ih­ren Ma­en­nern sie­ben Ta­ge lang den ha­eus­li­chen Spass. Ich mei­ne, das geht doch nur mit Stu­ben­ar­rest. Da lacht sich Som­chai doch nass. Und Mia Noi wird zur Mia Jai. Gut, fu­er uns bra­ve Lang­na­sen wae­re das si­cher­lich ein mitt­le­rer Schock, aber es gibt ja auch noch Fussball.

OK, ich mer­ke, dass ist al­les eher kon­tra­pro­duk­tiv. Und ei­ne Sex­in­dus­trie gibt es hier auch nicht. Aber wir ko­enn­ten den Spass... Tschul­di­gung, den Spiess ein­fach mal um­dre­hen. Wir Ma­en­ner ge­hen in den Sexstreik! Na Jungs, das wa­er doch mal was. Stel­len Sie sich vor, wie die Ma­edels ih­re Sa­chen pa­cken und fu­er ne Wo­che in den Isa­an zu­ru­eck ge­hen mu­es­sen. End­lich mal Platz, um in Ru­he ein Bier zu trin­ken. Nur zu­hau­se wu­er­de sich wohl nicht viel aen­dern, da wa­ren sie­ben Ta­ge eh die Min­dest­aus­zeit.

patt. d1L ... 1. mit Kf1 b) patt, La6: ... 1. mit Kc7 a)

303 Nr. LÖ­SUNG

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