Vettel über­nimmt Wm-füh­rung

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Die deut­sche Na­tio­nal­mann­schaft hat am 3. Spiel­tag der WM-Qua­li­fi­ka­ti­on den drit­ten Drei­er ein­ge­fah­ren. Mar­co Reus schnür­te beim 6:1(2:0)-Kan­ter­sieg in Ir­land ei­nen Dop­pel­pack im ers­ten Durch­gang. Me­sut Özil, Mi­ros­lav Klo­se und Dop­pel­tor­schüt­ze To­ni Kroos leg­ten in Hälf­te zwei nach.

Vor 40.000 Zu­schau­ern im Avi­va-Sta­di­on in Du­blin hol­te Deutsch­land ge­gen Ir­land den drit­ten Sieg im drit­ten Qua­li-Spiel und bau­te die Ta­bel­len­füh­rung in Grup­pe C so vor­über­ge­hend auf drei Punk­te vor Ver­fol­ger Schwe­den aus. In der ers­ten Hälf­te schoss Mar­co Reus die DFB-Elf mit ei­nem Dop­pel­pack in­ner­halb von acht Mi­nu­ten (32., 40.) in Füh­rung. In Halb­zeit zwei leg­te Me­sut Özil mit ei­nem Foul­elf­me­ter (55.) nach, ehe Klo­se nach Zu­spiel von Schwein­stei­ger auf 4:0 er­höh­te (58.).

Der ein­ge­wech­sel­te To­ni Kroos mach­te mit sei­nem Dop­pel­pack (61., 83.) Deutsch­lands höchs­ten Sieg ge­gen die Boys in Gre­en per­fekt - dar­an än­der­te auch Keo­ghs Eh­ren­tref­fer in der Nach­spiel­zeit nichts mehr. Nach der de­so­la­ten Leis­tung sei­nes Teams dürf­te die Luft für Ir­lands Coach Gio­van­ni Tra­pat­to­ni all­mäh­lich dünn wer­den.

Schwim­men: Brit­ta Stef­fen siegt auch über 100 Me­ter Frei­stil

Brit­ta Stef­fen hat bei der drit­ten von acht Sta­tio­nen im dies­jäh­ri­gen Kurz­bahn-Welt­cup er­neut die 100 Me­ter Frei­stil für sich ent­schie­den. In Stock­holm lag die Ber­li­ne­rin mit gu­ten 52,46 Se­kun­den vor der Kon­kur­renz. Da­mit sieg­te sie zum drit­ten Mal in Fol­ge in der lau­fen­den Welt­cup-Sai­son über die­se Stre­cke. Zu­vor war sie in Du­bai und Do­ha eben­falls er­folg­reich ge­we­sen. Be­reits am Sams­tag hat­te Stef­fen in der schwe­di­schen Haupt­stadt in 24,08 Se­kun­den ei­nen Sieg über die halb so lan­ge Dis­tanz ge­fei­ert.

Ten­nis Frau­en: Gör­ges un­ter­liegt Aza­ren­ka im Fi­na­le von Linz

Ju­lia Gör­ges hat das Fi­na­le des WTA-Tur­niers im ös­ter­rei­chi­schen Linz ver­lo­ren. Ge­gen die zur­zeit über­ra­gen­de Welt­rang­lis­teners­te Vic­to­ria Aza­ren­ka aus Weiß­russ­land war die 24-Jäh­ri­ge aus Bad Ol­des­loe am Sonn­tag über wei­te Stre­cken chan­cen­los und star­te­te zu spät ei­ne Auf­hol­jagd. 3:6 und 4:6 lau­te­te das Er­geb­nis, nach­dem Gör­ges im zwei­ten Satz be­reits 0:5 zu­rück­ge­le­gen hat­te. Das End­spiel der mit rund 170.000 Eu­ro do­tier­ten Hart­platz­ver­an­stal­tung war nach 77 Mi­nu­ten be­en­det.

Ma­ra­thon: Ke­nia­ner setzt sich auf den letz­ten Me­tern ab

Der Ke­nia­ner Al­f­red Ke­ring hat mit Stre­cken­re­kord von 2:07:37 St­un­den den KölnMa­ra­thon ge­won­nen. Der 32-Jäh­ri­ge setz­te sich auf den letz­ten Me­tern noch vom in der ent­schei­den­den Pha­se das Tem­po be­stim­men­den Li­me­nih Get­a­chew ab und ver­wies den Äthio­pi­er am En­de mit zwei Se­kun­den Vor­sprung auf den zwei­ten Platz. Drit­ter wur­de Dun­can Koech aus Ke­nia 16 Se­kun­den hin­ter dem Sie­ger. Da­hin­ter folg­ten vier wei­te­re sei­ner Lands­män­ner. Bes­ter deut­scher Läu­fer war Falk Cier­pin­ski aus Hal­le/Saa­le, der in 2:18:52 St­un­den 14. wur­de.

Se­bas­ti­an Vettel hat beim Ren­nen in Yeong­am am Sonn­tag sei­nen drit­ten Sieg in Fol­ge ge­fei­ert und die Füh­rung in der Fah­rer-WM über­nom­men. Die Red Bull tausch­ten schon am Start die Plät­ze, der Dop­pel­welt­meis­ter fuhr die Füh­rung da­nach sou­ve­rän ins Ziel. Fer­nan­do Alonso ar­bei­te­te sich früh an Le­wis Ha­mil­ton vor­bei, der we­gen Rei­fen­pro­ble­men nur Zehn­ter wur­de. Mer­ce­des nahm kei­nen ein­zi­gen WM-Punkt mit.

"Es war ein fan­tas­ti­sches Ren­nen. Ich bin sehr glück­lich. Es ging dar­um, ei­nen gu­ten Start zu er­wi­schen, denn ich bin auf der schmut­zi­gen Sei­te los­ge­fah­ren", er­klär­te Se­bas­ti­an Vettel nach der Sie­ger­eh­rung auf dem Po­dest. "Den ein­zi­gen Feh­ler, den ich ge­macht ha­be, war ein­mal Turn 3 zu ver­pas­sen, aber wir konn­ten die Füh­rung gut ma­na­gen."

Für sei­nen Er­folg hat­te der Dop­pel­welt­meis­ter der bei­den ver­gan­ge­nen Jah­re ei­nen ein­fa­chen Grund er­kannt. "Wir ha­ben uns Sor­gen über die Vor­der­rei­fen ge­macht", sag­te der Ti­tel­ver­tei­di­ger: "Das Schwie­ri­ge war, dass ich nicht wuss­te, wie viel vom rech­ten Vor­der­rei­fen noch üb­rig war. Die Kunst ist es, den Rei­fen am Le­ben zu hal­ten."

Sein Team­kol­le­ge Mark Web­ber ha­der­te nach der Ziel­durch­fahrt noch im­mer mit dem Platz­tausch zu Renn­be­ginn: "Ich hat­te am Start et­was zu viel Kupp­lung, was ent­täu­schend war", so Web­ber: "Es ist groß­ar­tig für das Team, dass wir die Po­si­tio­nen eins und zwei be­legt ha­ben, be­son­ders mit Blick auf die Kon­struk­teurs­meis­ter­schaft. Ich ha­be je­doch ge­misch­te Ge­füh­le. Es war ein gu­tes Er­geb­nis, aber na­tür­lich woll­te ich heu­te das Top-Er­geb­nis ho­len."

Wie das Rei­fen scho­nen nicht funk­tio­niert, zeig­te Le­wis Ha­mil­ton im McLa­ren. Der künf­ti­ge Mer­ce­des-Werks­pi­lot muss­te als ein­zi­ger Fah­rer drei­mal an die Box fah­ren, um sich neue Rei­fen ab­zu­ho­len und wur­de nur Zehn­ter. "Der Druck ist raus", sag­te der WM-Vier­te an­schlie­ßend: "Ich glau­be, das war das Aus für uns im Kampf um die Meis­ter­schaft."

Ha­mil­ton wur­de wäh­rend des Ren­nens spek­ta­ku­lär von Ni­co Hül­ken­berg über­holt, der es im Force-In­dia auf Platz sechs schaff­te. "Ich lag hin­ter Gros­jean und wir bei­de hat­ten DRS ak­ti­viert. Wir lie­fen auf Le­wis auf, der lang­sam war. Die Bei­den ge­rie­ten sich in die Wol­le", er­klär­te der Deut­sche sein Ma­nö­ver spä­ter: "Bei­de brems­ten re­la­tiv früh und ich fuhr da­ne­ben. Le­wis ver­such­te noch, mich raus­zu­drü­cken, doch ich dach­te mir: 'Wenn ich schon mal so weit bin, dann muss ich auch rein­hal­ten.'"

Nächs­te Kol­li­si­on für Ros­berg

Für die üb­ri­gen Deut­schen lief es da­ge­gen schlecht. Ni­co Ros­berg stell­te sei­nen Mer­ce­des in der zwei­ten Run­de ab. Schon beim letz­ten Ren­nen in Ja­pan war er nach ein­ter Kol­li­si­on zu Renn­be­ginn aus­ge- schie­den. In Yeong­am kol­li­dier­te Ros­berg di­rekt nach dem Start mit Sau­ber-Pi­lot Ka­mui Ko­ba­ya­shi, der vor Kur­ve drei zu spät brems­te und den Küh­ler des Mer­ce­des auf­schlitz­te. Der drit­te Be­tei­lig­te war Jen­son But­ton, der sei­nen McLa­ren an­schlie­ßend mit ge­bro­che­ner Vor­der­rad­auf­hän­gung ab­stel­len muss­te. Der Bri­te fand an­schlie­ßend deut­li­che Wor­te für das Ver­hal­ten des Ja­pa­ners, der zu ei­ner Durch­fahrts­stra­fe ver­don­nert wur­de: "An­ge­sichts der Tat­sa­che, dass dies die Kö­nigs­klas­se des Mo­tor­sports ist, ist das schon ein ziem­li­ches Ar­muts­zeug­nis. Das Ren­nen ist doch so lang. Die Fah­rer an der Spit­ze kämp­fen um Sie­ge, um wich­ti­ge Punk­te. Man­che Leu­te müs­sen das erst noch ler­nen. Ob ih­nen das ir­gend­wann ge­lin­gen wird, weiß ich ehr­lich ge­sagt nicht."

"Ich ent­schul­di­ge mich"

Ko­ba­ya­shi selbst sah sei­nen Feh­ler schnell ein. "Es tut mir leid für die bei­den und ich ent­schul­di­ge mich", sag­te er in ei­nem In­ter­view: "Ich kämpf­te um mei­ne Po­si­ti­on. Auf der Brem­se war es aber sehr schwie­rig, noch zu re­agie­ren. Je­mand traf mich und ich ver­lor die Kon­trol­le." Ros­berg war den­noch hoch­gra­dig ent­täuscht. "So macht das kei­nen Spaß. Ich ha­be die Bil­der noch nicht ge­se­hen, aber ich ha­be ver­dammt spät ge­bremst. Das hat­te ich vor­her ge­übt und war auf der letz­ten Ril­le. Dass mich da noch je­mand von hin­ten trifft, hat mich schon über­rascht", so Ros­berg: "Es sind halt ein paar Fah­rer, die zu ex­trem und über dem Li­mit fah­ren."

Lob für Gros­jeans Fahr­wei­se

Da­bei schloss Ros­berg aus­drück­lich den zu­letzt stark kri­ti­sier­ten Ro­main Gros­jean aus, der im Lo­tus Sieb­ter wur­de. "Gros­jean ist heu­te vor­sich­tig ge­fah­ren. Der war vor mir und ich wuss­te gar nicht mehr, wo ich hin soll", sag­te der Deut­schfin­ne über das Brems­ver­hal­ten des Fran­zo­sen. Auch Micha­el Schu­ma­cher konn­te das Wo­chen­en­de für die Sil­ber­pfei­le nicht zu ei­nem Er­folg um­mün­zen. Er schei­ter­te als 13. dar­an, Punk­te mit­zu­neh­men. Da­bei war er von Po­si­ti­on zehn ins Ren­nen ge­gan­gen.

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