Am­pu­ta­ti­on nach Pe­nis­ver­grö­ße­rung

Wochen Blitz - - Thailand Nachrichten -

Ei­ne Rei­he von Thais las­sen sich Oli­ven­öl in ih­ren Pe­nis sprit­zen, weil sie hof­fen, dass das Or­gan da­durch grö­ßer wird. Grö­ßer ist je­doch nicht im­mer bes­ser.

Ei­nem Pa­ti­en­ten muss­te kürz­lich der Pe­nis am­pu­tiert wer­den, weil we­gen der Be­hand­lung ei­ne In­fek­ti­on ent­stan­den ist, die schließ­lich zu Krebs führ­te. Ein Arzt er­klär­te, dass die Ge­ni­ta­li­en des Man­nes auf die Grö­ße ei­ner Ko­kos­nuss an­ge­schwol­len wa­ren.

Ein an­de­rer Pa­ti­ent im Po­li­ce Ge­ne­ral Ho­s­pi­tal, das sich auf die Be­hand­lung der­ar­ti­ger Fäl­le spe­zia­li­siert hat, be­rich­te­te: „Vor 19 Jah­ren ließ ich mir Oli­ven­öl in mei­nen Pe­nis sprit­zen. Ein Freund hat­te das ge­macht und da­von er­zählt. Er in­ji­zier­te mir und zwei wei­te­ren Freun­den das Oli­ven­öl zu Hau­se.“

Drei Jah­re nach der Be­hand­lung bil­de­te sich ei­ne In­fek­ti­on, der Mann ließ sich be­schnei­den, das lös­te das Pro­blem an­fäng­lich. Spä­ter je­doch kehr­te die In­fek­ti­on zu­rück, jetzt wur­de bei dem Pa­ti­en­ten Krebs dia­gnos­ti­ziert.

Den Ärz­ten blieb nichts an­de­res üb­rig als den Pe­nis zu ent­fer­nen. Der Pa­ti­ent ist den­noch froh: „Ich hat­te Glück, denn ich ha­be nur ein Or­gan ver­lo­ren.“

Die Ärz­te spre­chen in­zwi­schen von ei­nem Trend, denn pro Mo­nat kom­men zwi­schen 30 und 40 Pa­ti­en­ten ins Kran­ken­haus, weil sie Pro­ble­me nach der Oli­ven­öl­in­jek­ti­on be­kom­men ha­ben.

Ein Arzt am Po­li­ce Ge­ne­ral Ho­s­pi­tal er­klär­te, es sei ein My­thos, dass In­jek­tio­nen in den Pe­nis das Or­gan ver­grö­ßern könn­ten. „Es gibt kei­nen me­di­zi­ni­schen Weg, das Or­gan zu ver­grö­ßern oh­ne es zu schä­di­gen.“Nor­ma­ler­wei­se wür­den In­jek­tio­nen bei Erek­ti­ons­stö­run­gen vor­ge­nom­men, was nicht be­deu­tet, dass der Pe­nis da­durch wächst.

Völ­lig aus­ge­schlos­sen ist, dass Oli­ven­öl den Pe­nis ver­grö­ßern kann. Das Öl kann vom Kör­per nicht ab­sor­biert wer­den, es kommt zu Ent­zün­dun­gen und der Kör­per bil­det Ge­we­be, um das Öl ein­zu­schlie­ßen. Die­ses Ge­we­be kann zu Wu­che­run­gen und da­mit Krebs füh­ren.

Der Arzt for­der­te al­le Män­ner, die sich ei­ner der­ar­ti­gen Be­hand­lung un­ter­zo­gen ha­ben, auf, so­fort zum Arzt zu ge­hen, be­vor es zu erns­ten Ne­ben­wir­kun­gen kommt.

„Zehn­tau­sen­de Män­ner ha­ben die­se Pro­ze­dur über sich er­ge­hen las­sen“, er­klär­te der Arzt. „Sie soll­ten ei­nen Arzt auf­su­chen, je schnel­ler des­to bes­ser.“

Ein Uro­lo­ge am Po­li­ce Ge­ne­ral Ho­s­pi­tal er­klär­te, dass für sol­che Be­hand­lun­gen ent­we­der Oli­ven­öl oder Si­li­kon be­nutzt wird, wo­bei Oli­ven­öl kos­ten­güns­ti­ger ist und die­ses da­her sehr be­liebt ist.

Es ge­be meh­re­re Me­tho­den, um die Fol­ge­schä­den zu be­han­deln, be­rich­te­te der Uro­lo­ge. Es kä­me je­doch auf den Grad der Schä­di­gung an.

Es sei aber nicht mög­lich, den ver­un­stal­te­ten Pe­nis voll­stän­dig zu be­han­deln. „Sie wer­den ihn nicht zu 100% zu­rück­be­kom­men, aber ei­ni­ge Pa­ti­en­ten könn­ten mög­li­cher­wei­se wie­der ei­ne Erek­ti­on ha­ben.“Dies gilt aber nur für den Fall, wenn die Sub­stan­zen nicht zu tief ge­spritzt wur­den. „Aber wenn Krebs dia­gnos­ti­ziert wird, muss er ab­ge­nom­men wer­den.“

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