Di­lem­ma: Ja­tuporn warnt ein­dring­lich vor Pi­tak Siam

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Ro­them­den-Füh­rer Ja­tu­uporn Prom­pan warn­te am 13. No­vem­ber vor der an­ge­kün­dig­ten De­mons­tra­ti­on der Grup­pe Pi­tak Siam am 24. No­vem­ber, weil die­se ver­su­che, die Re­gie­rung zu stür­zen.

Ja­tuporn er­war­tet, dass sich am ers­ten Tag der De­mons­tra­ti­on 30.000 De­mons­tran­ten auf dem Roy­al Pla­za ein­fin­den könn­ten, am zwei­ten Tag könn­ten 40.000 Pro­test­ler hin­zu­kom­men. Das wä­ren dann 70.000 De­mons­tran­ten, die den ge­sam­ten Platz be­set­zen und so qua­si vor dem Re­gie­rungs­sitz ste­hen.

„Sie wol­len ein schnel­les Spiel spie­len und es so schnell wie mög­lich be­en­den“, sag­te Ja­tuporn. Im schlimms­ten Fal­le könn­ten die Pro­test­ler sei­ner Meinung nach den Re­gie­rungs­sitz stür­men und be­set­zen – so wie dies die Gelb­hem­den schon ein­mal im Jah­re 2008 vor­ge­macht ha­ben.

„Wir wis­sen nicht, wie weit sie ge­hen, aber man soll­te sie nicht un­ter­schät­zen.“

Ja­tuporn sieht die Re­gie­rung in ei­nem Di­lem­ma: Wenn die Ro­them­den die De­mons­tran­ten kon­fron­tie­ren, wür­de es zu ei­nem Putsch kom­men. Wenn man nichts un­ter­neh­me, wür­de die Re­gie­rung mög­li- Ja­tuporn warn­te ein­dring­lich vor der Grup­pe Pi­tak Siam cher­wei­se eben­falls mit un­de­mo­kra­ti­schen Mit­teln ge­stürzt.

Die Ro­them­den könn­ten ei­ne Ge­gen­de­mons­tra­ti­on or­ga­ni­sie­ren, um ih­re Macht zu zei­gen, aber ei­ne di­rek­te Aus­ein­an­der­set­zung mit Pi­tak Siam müs­se ver­hin­dert wer­den.

Ja­tuporn er­klär­te, dass die Pi­tak Siam nicht viel Zeit ha­be. Sie müs­se ih­re Zie­le bei der an­ste­hen­den De­mons­tra­ti­on er­rei­chen, d.h. die Re­gie­rung stür­zen. Ge­lin­ge dies nicht, hät­te Pi­tak Siam ver­lo­ren.

Ja­tuporn hält es für kei­nen Zu­fall, dass die De­mons­tra­ti­on aus­ge­rech­net dann statt­fin­den soll, wenn die De­mo­kra­ti­sche Par­tei im Par­la­ment ei­ne Miss­trau­ens­de­bat­te ein­brin­gen will – vom 25. bis 27. No­vem­ber. Auf die­se Wei­se soll größt­mög­li­cher Druck auf die Re­gie­rung aus­ge­übt wer­den. Hin­ter der Grup­pe Pi­tak Siam stün­den die­sel­ben Per­so­nen, die schon die Re­gie­run­gen Thaks­in, Sa­mak und Som­chai stürz­ten.

Ja­tuporn nann­te auch ei­nen Zei­t­raum: Es wür­de vor dem 5. De­zem­ber für die Re­gie­rung Ying­luck sehr ge­fähr­lich wer­den.

Die Pre­mier­mi­nis­te­rin wür­de zwar we­gen ih­rer Mehr­heit im Par­la­ment die Miss­trau­ens­ab­stim­mung über­ste­hen, ob die De­mons­tran­ten vor dem Re­gie­rungs­sitz mit die­sem Er­geb­nis dann ein­vers­tan- den sind, sei aber ei­ne ganz an­de­re Fra­ge, warn­te Ja­tuporn. Vi­ze-Pre­mier­mi­nis­ter Ch­a­lerm Yub­am­rung er­klär­te un­ter­des­sen, dass 50.000 Po­li­zei­be­am­te ab­kom­man­diert wür­den, um auf der De­mons­tra­ti­on der Pi­tak Siam für Ru­he und Ord­nung zu sor­gen.

Ge­ne­ral Boon­lert Kaew­pra­sit von Pi­tak Siam

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