Phitsa­nu­lok im Blickpunkt

Wochen Blitz - - Kolumne -

Wäh­rend der Herr­schafts­zeit von Suk­ho­t­hai war Phitsa­nu­lok be­reits ein wich­ti­ger stra­te­gi­scher Punkt, be­vor die Stadt un­ter der Kro­ne von Ayutt­ha­ya so­gar 25 Jah­re lang Haupt­stadt des Kö­nig­reichs war. Spä­ter wur­de hier Kö­nig Na­re­su­an der Gro­ße, der zu den ein­fluss­reichs­ten Kö­ni­gen der thai­län­di­schen Ge­schich­te ge­hört, ge­bo­ren. Heut­zu­ta­ge fin­det sich mit dem Ph­ra Phutt­ha­chin­narat ei­ne der be­deu­tends­ten Bud­dha­sta­tu­en Thai­lands in der Pro­vinz, die jähr­lich ei­ne Viel­zahl von Pil­gern aus dem In- und Aus­land an­lockt.

Die Land­schaft der Pro­vinz ist wei­tes­ge­hend flach, au­ßer im Os­ten, wo Berg­ket­ten das Land gen Nor­den durch­zie­hen und ein­drucks­vol­le Na­tio­nal­parks mit Was­ser­fäl­len, Aus­sichts­punk­ten und idyl­li­schen Wäl­dern zum Wan­dern und Ent­de­cken ein­la­den.

Die gleich­na­mi­ge Pro­vinz­haupt­stadt liegt um­ge­ben von zwei Flüs­sen, dem Nan und dem klei­ne­ren Kwae Noi und hieß des­halb frü­her Song Khwae, was so­viel be­deu­tet wie zwei Flüs­se. Ih­re star­te­gi­sche Po­si­ti­on zwi­schen der zen­tra­len Ebe­ne, dem ber­gi­gen Nor­den und dem Hoch­pla­teau im Nord­os­ten ma­chen Phitsa­nu­lok zum idea­len Aus­gangs­punkt Thai­lands na­tür­li­che und kul­tu­rel­le Schön­hei­ten zu er­kun­den. Ge­müt­li­che Bou­tique-Ho­tels, ein­fa­che Gäste­häu­ser und zwei 4-Ster­ne­ho­tels ste­hen den Be­su­chern zur Aus­wahl.

Der Nacht­markt im Zen­trum der Stadt ist der all­abend­li­che Treff­punkt der Ein­woh­ner, hier gibt es ne­ben lo­ka­len Hand­werks­pro­duk­ten, Klei­dung und Schmuck auch zahl­rei­che Gar­kü­chen, die Le­cke­rei­en an­bie­ten. Nicht ver­pas­sen soll­ten Be­su­cher das für Phitsa­nu­lok ty­pi­sche Ge­richt Phak Bung Loi Fa, auch be­kannt un­ter dem Na­men „Fly­ing Ve­ge­ta­ble“. Für die spek­ta­ku­lä­re Zu­be­rei­tung des Ge­richts wird Was­ser­spi­nat über hei­ßen Flam­men in ei­nem Wok er­hitzt.

Die ge­üb­ten Kö­che be­las­sen es aber nicht beim ein­fa­chen Bra­ten, son­dern schleu­dern das Ge­mü­se in ho­hen Bö­gen durch die Luft. Noch au­then­ti­scher er­lebt man Phitsa­nu­lok bei ei­nem Tel­ler der ty­pi­schen Nu­del­sup­pe Gu­ay Tiaow Hoi Kha, die nur in ei­ni­gen klei­nen Re­stau­rants zwi­schen dem Wat Yai und dem Nan Fluss ser­viert wird. Ur­sprüng­lich häng­ten die Ein­woh­ner Phitsa­nu­loks beim Ver­spei­sen die­ser Sup­pe die Fü­ße in den Fluss um sich ab­zu­küh­len, heu­te hän­gen die Fü­ße dank spe­zi­el­ler Sitz­ge­le­gen­hei­ten in der Luft.

Zu den Se­hens­wür­dig­kei­ten der Pro­vinz zäh­len die vie­len präch­ti­gen Tem­pel­an­la­gen der Stadt Phitsa­nu­lok. Al­len vor­an der Wat Ph­ra Si Rat­ta­na Ma­hat­hat, der den hoch­ver­ehr­ten Ph­ra Phutt­ha­chin­narat be­her­bergt. Aber auch der Wat Rat­cha­b­ura­na mit sei­ner drei­köp­fi­gen Na­ga, der Wat Che­di Yot Thung oder der alt­ehr­wür­di­ge Wat Chu­la Ma­ni loh­nen ei­nen Be­such. Der Schrein von Kö­nig Na­re­su­an dem Gro­ßen ist ei­nes der Wahr­zei­chen der Stadt.

Die ge­wal­ti­gen Stadt­mau­ern aus der Ayutt­ha­ya-Pe­ri­ode sind an man­chen Stel­len noch gut er­hal­ten und bie­ten ei­nen in­ter­es­san­ten Ein­blick in die Ge­schich­te Phitsa­nu­loks. Au­ßer­halb der Stadt lo­cken die vie­len Na­tio­nal­parks, wie der Thung Sa­la­eng Luang Na­tio­nal­park mit wun­der­schö­nen Wie­sen und Wäl­dern oder der Phu Hin Rong Kla Na­tio­nal­park, des­sen Berg­ket­ten atem­be­rau­ben­de Aus­bli­cke auf die Um­ge­bung er­mög­li­chen.

Ph­ra Phutt­ha­chin­narat

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