Ukrai­ner und Aus­tra­li­er we­gen Er­pres­sung ver­haf­tet

Wochen Blitz - - Pattaya Lokales -

Ver­deck­te Er­mitt­ler der Tou­rist Po­li­ce und der Im­mi­gra­ti­on Po­li­ce ver­haf­te­ten bei ei­ner in­sze­nier­ten Geld­über­ga­be ei­nen Aus­tra­li­er und ei­nen Ukrai­ner, die ver­sucht hat­ten, die thai­län­di­sche Be­sit­ze­rin ei­nes rus­si­schen Re­stau­rants in Süd Pat­ta­ya um 20.000 Baht zu er­pres­sen.

Das Pro­blem nahm sei­nen Lauf, als der rus­si­sche Ehe­mann der 30-jäh­ri­gen Frau Nang­wa­lee auf die glor­rei­che Idee kam, ein Schild in rus­si­scher Spra­che an der Tür zu in­stal­lie­ren, das Rei­se­lei­tern Pro­vi­sio­nen ver­spricht, falls sie ih­re Kun­den von ei­nem Be­such des Re­stau­rants über­zeu­gen kön­nen. Schon we­ni­ge Ta­ge dar­auf er­schie­nen Herr Mar­len P., ein 37 jäh­ri­ger Rus­se mit aus­tra­li­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit und Herr Di­mi­tri L., ein 36 Jah­re al­ter Ukrai­ner in dem Ge­schäft, um ei­ne mög­li­che Zu­sam­men­ar­beit an­zu­bie­ten. Die bei­den Män­ner be­haup­te­ten, in der Tou­ris­mus­bran­che zu ar­bei­ten und dem­nächst zahl­rei­che rus­si­sche Rei­se­grup­pen in Pat­ta­ya zu be­treu­en. Bis es so­weit sei, wür­den sie gern die Qua­li­tät des Re­stau­rants bei ei­ni­gen kos­ten­lo­sen Be­su­chen aus­tes­ten.

Die gut­mü­ti­ge Thai­län­de­rin stimm­te dem Vor­schlag zu, be­reu­te die Ent­schei­dung al­ler­dings schon Ta­ge spä­ter, denn die dreis­ten Män­ner er­schie­nen dar­auf­hin täg­lich und lie­ßen sich nur die teu­ers­ten Mahl­zei­ten und Ge­trän­ke brin­gen.

Schließ­lich ent­schied sich Frau Nang­wa­lee nach Ab­spra­che mit ih­rem Mann, den bei­den Män­nern zu sa­gen, dass jetzt ge­nug ge­tes­tet wor­den sei und sie bit­te nicht mehr wie­der­kom­men soll­ten.

Die bei­den Män­ner er­klär­ten dar­auf­hin, dass sie die "Ge­schäfts­be­zie­hung" nicht so ein­fach kün­di­gen kön­ne. Falls sie nicht be­reit sei, 20.000 Baht zu zah­len, müs­se sie da­mit rech­nen, dass in dem Re­stau­rant ein schreck­li­cher Un­fall pas­sie­ren wer­de und au­ßer­dem schlim­me Ge­schich­ten über die Qua­li­tät der Spei­sen die Run­de ma­chen wür­den. Bei der Über­ga­be schlu­gen die ver­deck­ten Er­mitt­ler zu und nah­men die bei­den Ga­no­ven fest. So­wohl der Aus­tra­li­er als auch der Ukrai­ner be­strei­ten die Er­pres­sung und be­haup­ten, dass es sich bei dem ge­for­der­ten Geld um die Rück­zah­lung von Schul­den han­de­le.

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