Küs­ten­wach­se schickt Ro­hin­gya zu­rück aufs Meer

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Al­len in­ter­na­tio­na­len Ap­pel­len zum Trotz löst Thai­land das Flücht­lings­pro­blem auf sei­ne Wei­se: Ein Boot mit 145 Ro­hin­gya wur­de ab­ge­fan­gen und aufs Meer zu­rück­ge­schleppt.

Das Boot wur­de am 3. Fe­bru­ar vor der Küs­te von Trang ge­sich­tet. Auf die­sem be­fan­den sich auch zwei Frau­en und zwei Kin­der.

Ein Spre­cher der Küs­ten­wa­che teil­te mit, man ha­be die Flücht­lin­ge aus Bur­ma mit Le­bens­mit­teln und Was­ser ver­sorgt und sie dann aufs of­fe­ne Meer zu­rück­ge­schleppt. Thai­län­di­sches Fest­land ha­ben sie of­fen­bar nicht be­tre­ten.

Jour­na­lis­ten be­schwer­ten sich dar­über, dass ih­nen nicht er­laubt wur­de, ei­nem Boot der Küs­ten­wa­che zu fol­gen, um zu über­prü­fen, ob die Le­bens­mit­tel tat­säch­lich an die Ro­hin­gya über­ge­ben wur­den.

Die Ro­hin­gya sol­len mü­de und hung­rig ge­we­sen sein, sie er­klär­ten, sie hät­ten zwei Ta­ge oh­ne Le­bens­mit­tel auf dem Meer ver­bracht. Sie sta­chen in Bur­ma in See und woll­ten nach Ma­lay­sia. Auf der In­sel Muk woll­ten sie ei­ne Zwi­schen­sta­ti­on ein­le­gen, um sich mit Le­bens­mit­teln ein­zu­de­cken, sag­te der Spre­cher der Küs­ten­wa­che.

Nach­dem die Flücht­lin­ge aufs Meer zu­rück­ge­schickt wor­den wa­ren, er­klär­te der Gou­ver­neur von Trang, Thee­r­ayut Iam­t­ra­kul, man ste­he be­reit, um hu­ma­ni­tä­re Hil­fe zu leis­ten, falls die­se be­nö­tigt wer­de.

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