Tur­bu­len­ter AfD-Par­tei­tag: Nur noch ein Chef - Rü­cken­wind für Wah­len

DieAfDzieh­tKon­se­quen­zen­au­sih­rem öf­fent­li­chenFüh­rungs­streit­und­will­künf­tig nur­noch­ei­nenVor­sit­zen­den­ha­ben.Zä­he un­d­zu­mTei­le­mo­ti­ons­ge­la­de­neGe­schäfts­ord­nungs-un­dSat­zungs­de­bat­ten­prä­gen­den Par­tei­ta­ginB­re­men.

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dem Par­tei­tag noch nicht of­fi­zi­ell be­kannt­ge­ben.

Ei­ni­ge Mit­glie­der hat­ten Lu­cke vor­ge­wor­fen, er wol­le sich zum „Al­lein­herr­scher“der Par­tei auf­schwin­gen, die aus ei­nem li­be­ra­len und ei­nem rechts­na­tio­na­len Flü­gel be­steht. Lu­cke hat­te ein­dring­lich für die Ver­klei­ne­rung der Par­tei­spit­ze ge­wor­ben und die bis­he­ri­ge Ar­beit des Vor­stands als stüm­per­haft be­wer­tet. Er sag­te vor mehr als 1700 AfD-An­hän­gern, die Par­tei müs­se pro­fes­sio­nel­ler ge­führt wer­den. „Wir sind kein Ke­gel­club oder Ka­nin­chen­züch­ter­ver­ein.“

Die bis­he­ri­ge Co-Vor­sit­zen­de Frau­ke Pe­try aus Sach­sen, die für den Pos­ten der Num­mer zwei kan­di­die­ren will, warn­te aber da­vor, die Par­tei in ein „schlan­kes, ef­fi­zi­en­tes Un­ter­neh­men“zu ver­wan­deln.

Der AfD ste­hen in die­sem Jahr noch zwei wei­te­re Bun­des­par­tei­ta­ge be­vor. Im April soll der neue Bun­des­vor­stand ge­wählt wer­den. Über das Par­tei­pro­gramm ent­schei­det En­de No­vem­ber ein Mit­glie­der­par­tei­tag.

Ne­ben der Kri­tik an der Eu­ro-Ret­tung hat­te die AfD zu­letzt mit Äu­ße­run­gen über schlecht in­te­grier­te Zu­wan­de­rer und Kon­tak­ten zur is­lam­kri­ti­schen Pe­gi­daBe­we­gung von sich re­den ge­macht. Be­ob­ach­ter kon­sta­tier­ten ei­nen Rechts­ruck, den die AfD- Spit­ze je­doch be­strei­tet. „ Wir wol­len über­haupt nicht Wäh­ler am rech­ten Rand ein­sam­meln“, sag­te Lu­cke am Ran­de des Par­tei­tags.

Der Par­tei­tag, der am Frei­tag mit stür­mi­schen De­bat­ten zu Ver­fah­rens­fra­gen be­gon­nen hat­te, fand am Sams­tag we­gen des gro­ßen An­drangs in zwei Ge­bäu­den statt, die per Vi­deo mit­ein­an­der ver­bun­den wa­ren. In Ex­per­ten­vor­trä­gen ging es um Steu­er-, Fa­mi­li­en- und Ge­sund­heits­po­li­tik. Dis­kus­si­ons- und Fra­ge­run­den zeig­ten ein dif­fu­ses pro­gram­ma­ti­sches Mei­nungs­bild der AfD-ler.

Am Sams­tag zo­gen nach An- ga­ben der Po­li­zei mehr als 3700 De­mons­tran­ten durch die Bre­mer In­nen­stadt. Sie pro­tes­tier­ten vor dem Par­tei­tags­ho­tel laut­stark ge­gen die AfD und ge­gen Pe­gi­da. Die De­mons­tra­ti­on, an der sich auch Ge­werk­schaf­ten be­tei­lig­ten, stand un­ter dem Mot­to „ Ge­gen Rechts­po­pu­lis­mus und Ras­sis­mus“. Sie wur­de von ei­nem gro­ßen Po­li­zei­auf­ge­bot be­glei­tet.

Auf Pla­ka­ten hieß es „Schö­ner le­ben oh­ne Na­zis“und „Wirr ist das Volk“. Ver­ein­zelt kam es Ran­ge­lei­en an den Ab­sperr­git­tern. Farb­beu­tel und Fla­schen flo­gen. Die Po­li­zei nahm zwei Wer­fer fest. Ver­letzt wur­de nie­mand.

Chris­ti­an Schä­fer (von links), AfD-Spit­zen­kan­di­dat für die Bre­mer Bür­ger­schafts­wahl, freut sich zu­sam­men mit AfD-Grün­der Bernd Lu­cke und den Vor­stands­mit­glie­dern Ve­re­na Brü­di­gam, Kon­rad Adam und Piet Leidrei­ter nach der Zwei­drit­tel­mehr­heit in der ent­schei­den­den Ab­stim­mung zur Sat­zungs­än­de­rung wäh­rend des 3. Bun­des­par­tei­ta­ges der Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) in Bre­men.

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