Zwin­gen deut­sche Leh­rer Grund­schü­lern Tür­kisch auf?

Mmer mehr ent­setz­te El­tern be­schwe­ren sich - nicht nur - in den So­zia­len Me­di­en dar­über dass rund­schul­leh­rer ih­ren Schü­lern Tür­kisch­un­ter­richt auf­zwin­gen. ibt es da­für ge­hei­me Lehr­plä­ne und wenn ja - war­um

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Es­klingt un­glaub­lich, aber es scheint so, als wür­den deut­sche Grund­schul­leh­rer ih­ren Schü­lern Tür­kisch­un­ter­richt auf­zwin­gen. Im­mer mehr Be­rich­te von ent­setz­ten El­tern, die in den Schul­hef­ten ih­rer Spröß­lin­ge ne­ben den deut­schen auch tür­ki­sche Lehr­in­hal­te fin­den, tau­chen zur­zeit in den so­zia­len Netz­wer­ken wie Face­book & Co. auf. Sind das nur Fa­kes, al­so Fäl­schun­gen, oder geht an den Schu­len tat­säch­lich et­was vor, was drin­gend der Über­prü­fung be­darf.

Nach un­se­rem der­zei­ti­gen Wis­sen­stand gibt es in Deutsch­land kei­nen of­fi­zi­el­len Lehr­auf­trag, nach dem deut­schen Schü­lern die tür­ki­sche Spra­che ein­ge­impft wer­den soll. War­um auch? Es be­steht über­haupt kei­ne Ver­an­las­sung da­zu, die­se zu er­ler­nen, denn sie spielt auf der Welt kei­ne Rol­le - au­ßer eben in der Tür­kei.

Eng­lisch, Fran­zös­sich, Latein und Spa­nisch - das soll­ten die Spra­chen sein, die an deut­schen Schu­len ge­lehrt wer­den, da­mit die Schü­ler für ih­ren spä­te­ren be­ruf­li­chen Wer­de­gang bes­tens ge­rüs­tet sind, um für ein in­ter­na­tio­na­les Um­feld bes­te Vor­aus­set- zun­gen zu ha­ben, wenn sie in die Welt ge­hen.

Auch die Idee, dass man die tür­ki­sche Spra­che ler­nen soll­te, weil es eben so vie­le Tür­ken in Deutschlang gibt, ver­fängt nicht. Ge­nau an­ders­her­um soll­te es sein: Die in Deutsch­land le­ben­den Tür­ken soll­ten zu­min­dest ei­nen ge­wis­sen Teil der deut­schen Spra­che be­herr­schen, egal ob für den Um­gang mit Äm­tern als auch für ei­ne mög­lichst in­ten­si­ve In­te­gra­ti­on.

Es kann kaum Sinn und Zweck der schu­li­schen Aus­bil­dung deut­scher Kin­der sein, ih­nen durch die Hin­ter­tür ei­ne Spra­che bei­zu­brin­gen, die sie kaum je­mals brau­chen wer­den. Und selt­sa­mer­wei­se ver­ste­hen ja auch die in­te­gra­ti­ons­un­wil­ligs­ten Tür­ken in Deutsch­land sehr gut die Spra­che ih­rer Gast­ge­ber, so­bald sie in ei­nem Dö­ner-La­den oder an ei­nem Obst­stand auf den un­zäh­li­gen wöch­tent­li­chen Märk­ten in Deutsch­land ar­bei­ten.

Wir wer­den auf je­den Fall die­ser Sache wei­ter nach­ge­hen und sie sehr ge­nau be­ob­ach­ten. Pas­sen wür­de das Gan­ze ja schon, denn die An­bie­de­rung an die Tür­kei und de­ren Men­schen in Deutsch­land be­fin­det sich ja schon auf ei­nem er­schre­ckend ho­hen Ni­veau.

Bleibt nur zu hof­fen, dass auch die El­tern der Schul­kin­der wach­sam blei­ben und sich für die Lehr­in­hal­te in­ter­es­sie­ren und sich bei wei­te­ren der­ar­ti­gen Ver­su­chen ge­gen die­se auf­leh­nen - wenn es sein muss letzt­end­lich bei den nächs­ten Wah­len.

Üb­ri­gens: Das Bild rechts ist kein Fa­ke, al­so kei­ne Fäl­schung, son­dern stammt aus dem Buch Ze­bra 1, Buch­sta­ben­heft, 1. Schul­jahr, ISBN 978-3-12-270633-3.

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