Auch ein­mal Nichts­tun für die Ge­hirn-Ge­sund­heit

Amerika Woche - - Wissenschaft -

Berlin (dpa) - Ex­per­ten für see­li­sche Ge­sund­heit ru­fen in Zei­ten stän­di­gen Leis­tungs­drucks in der Ge­sell­schaft zu mehr Mu­ße und Ge­las­sen­heit auf. „Auch ein­mal nichts zu tun, ist für die Ge­sund­heit des Ge­hirns un­glaub­lich hilf­reich“, be­rich­te­te Iris Hauth, die Prä­si­den­tin der Deut­schen Ge­sell­schaft für Psych­ia­trie und Psy­cho­the­ra­pie, Psy­cho­so­ma­tik und Ner­ven­heil­kun­de (DGPPN), am Ran­de ei­nes Fach­kon­gres­ses in Berlin.

Hauth sieht im mo­der­nen stres­si­gen Le­bens­stil mit stän­di­ger Er­reich­bar­keit und dem Stre­ben nach Selbst­op­ti­mie­rung ei­nen Ri­si­ko­fak­tor für psy­chi­sche Er­kran­kun­gen. Ei­ne Zu­nah­me et­wa von De­pres­sio­nen wer­de zwar seit rund 15 Jah­ren nicht be­ob­ach­tet.

„Aber was zu­nimmt, sind die Be­find­lich­keits­stö­run­gen un­ter der Schwel­le ei­ner ech­ten psych­ia­tri­schen Dia­gno­se“, sag­te Hauth. So such­ten zum Bei­spiel zu­neh­mend jun­ge Men­schen mit Prü­fungs- oder Part­ner­schafts­stress Hil­fe in der Not­auf­nah­me.

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