Zwan­zi­ger: Straf­an­zei­ge ge­gen Schwei­zer Bun­des­an­walt­schaft

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Ko­blenz/Zürich (dpa) - Der frü­he­re DFB-Prä­si­dent Theo Zwan­zi­ger hat bei der Staats­an­walt­schaft Ko­blenz Straf­an­zei­ge ge­gen die Schwei­zer Bun­des­an­walt­schaft ge­stellt, so Zwan­zi­gers An­walt Hans-Jür­gen Metz. Der ehe­ma­li­ge Chef des Deut­schen Fuß­ball-Bun­des wehrt sich dem­nach ge­gen aus sei­ner Sicht un­ge­recht­fer­tig­te Er­mitt­lun­gen im Zu­sam­men­hang mit der Af­fä­re um die WM 2006. Die Bun­des­an­walt­schaft in der Schweiz er­mit­telt we­gen des Ver­dachts auf Be­trug, Geld­wä­sche und Ver­un­treu­ung ge­gen Zwan­zi­ger.

„Wir se­hen in den Mit­tei­lun­gen der Schwei­zer Bun­des­an­walt­schaft nicht be­grün­de­te, ehr­ver­let­zen­de Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen“, sag­te Metz. Für ihn hat die Be­hör­de nicht die Zu­stän­dig­keit, um ge­gen Zwan­zi­ger zu er­mit­teln. „Wir ha­ben im Schwei­zer Straf­ge­setz­buch kei­ne Zu­stän­dig­keits­vor­schrift ge­fun­den, die das er­mög­licht“, sag­te Metz.

Die Schwei­zer Bun­des­an­walt­schaft hat­te mit­ge­teilt, im Zu­sam­men­hang mit der Af­fä­re um das Som­mer­mär­chen 2006 in Deutsch­land auch ge­gen den da­ma­li­gen FI­FA-Ge­ne­ral­se­kre­tär Urs Lin­si zu er­mit­teln. In ih­rer Er­klä­rung ver­wies die BA dar­auf, dass Lin­si ne­ben dem da­ma­li­gen WM-OKChef Franz Be­cken­bau­er, den frü­he­ren DFB-Chefs Zwan­zi­ger und Wolf­gang Niers­bach so­wie dem ehe­ma­li­gen DFB-Ge­ne­ral­se­kre­tär Horst R. Schmidt zu den Be­schul­dig­ten zäh­le.

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