Ita­li­en - Eu­ro­pas Hel­den im Ter­ror­dra­ma

Ein teck­brie mit sei­nem Fo­to über­all. Die icher­heits­beh rden in h chs­ter Alarm­be­reit­scha t. rotz­dem ge­langt der er­ror­ver­däch­ti­ge Anis Am­ri bis nach ta­li­en. Dort en­det sei­ne Flucht - ganz oh­ne die h chs­te ar­de der hoch­spe­zia­li­sier­ten Fahn­der.

Amerika Woche - - Meinung -

Es ist mit­ten in der Nacht in Ses­to San Gio­van­ni. 25 Mi­nu­ten braucht man von hier aus mit der Me­tro nach Mai­land. Zwei jun­ge Po­li­zis­ten schie­ben in der Nä­he des Bahn­hofs der 80.000-Ein­woh­ner-Stadt Wa­che. Da fällt Lu­ca Sca­tà (Fo­to) und Chris­ti­an Mo­vio ein Mann auf. Sie fra­gen ihn nach sei­nen Pa­pie­ren. Dann geht al­les ganz schnell: Der Mann zieht ei­ne Pis­to­le, schießt, die Po­li­zis­ten feu­ern zu­rück und tö­ten den mut­maß­li­chen At­ten­tä­ter von Ber­lin.

„Ich sah, wie sie ver­such­ten ihn wie­der­zu­be­le­ben. Dann leg­ten sie ei­ne De­cke über ihn“, er­zählt der Ta­xi­fah­rer Gi­u­sep­pe Gui­da, der nach ei­ge­nen Wor­ten kurz nach dem Schuss­wech­sel am Tat­ort war.

Anis Am­ri ist tot. In Ita­li­en en­det das Dra­ma vom Ter­ror­an­schlag auf den Weih­nachts­markt am Ber­li­ner Breit­scheid­platz, bei dem Am­ri ei­nen Last­wa­gen in ei­ne Men­schen­men­ge ge­lenkt ha­ben soll. Min­des­tens 12 Men­schen star­ben da­bei. Am­ri setz­te sich un­be­hel­ligt mit dem Zug ab, erst nach Frank­reich, dann nach Ita­li­en. Ge­stoppt ha­ben ihn die 29 und 36 Jah­re al­ten Po­li­zis­ten, die nun nicht nur in Ita­li­en wie Hel­den ge­fei­ert wer­den.

Ita­li­ens Prä­si­dent lässt Grü­ße aus­rich­ten, der Pre­mier­mi­nis­ter dankt, der In­nen­mi­nis­ter ruft die bei­den an, der Mai­län­der Po­li­zei­prä­si­dent lobt. Vor­bild­lich, pro­fes­sio­nell, pflicht­be­wusst, mu­tig hät­ten sich die bei­den ver­hal­ten. Sca­tà, der den ent­schei­den­den Schuss ab­gibt und Am­ri in den Brust­korb trifft. Mo­vio, der dem Ver­däch­ti­gen auf­grund sei­nes Ak­zents nicht ab­nimmt, dass die­ser aus dem süd­ita­lie­ni­schen Reg­gio Ca­la­bria kommt, auf die Pa­pie­re be­harrt und schließ­lich von dem ex­trem ge­fähr­li­chen Am­ri an­ge­schos­sen wird.

„Ich ha­be ihm ge­sagt, dass die gan­ze Stadt dank­bar ist und stolz auf die Ak­ti­on ver­gan­ge­ne Nacht“, so Bür­ger­meis­te­rin Mo­ni­ca Chit­to.

Auch Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel dankt Ita­li­ens Si­cher­heits­be­hör­den, In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re zeigt sich er­leich­tert nach der Aus­schal­tung Am­ris durch die bei­den Po­li­zis­ten. Die Ber­li­ner Po­li­zei schreibt auf Twit­ter „Gra­zie“an die bei­den Po­li­ziot­ti.

„Als wir ihn heu­te am frü­hen Mor­gen am Te­le­fon ge­hört ha­ben, wuss­te er noch gar nicht, dass der ge­tö­te­te Mann der At­ten­tä­ter war“, be­rich­tet der Va­ter des 29-Jäh­ri­gen, Gi­u­sep­pe Sca­tà. „Ich dan­ke Gott, dass Lu­ca am Le­ben ist. Er ist ein mu­ti­ger Jun­ge und hat sei­ne Pflicht ge­tan.“Sca­tà ist über­ein­stim­men­den Me­dien­be­rich­te zu­fol­ge erst seit neun Mo­na­ten als Po­li­zist auf Pro­be im Di­enst.

Chris­ti­an Mo­vio ist auf dem Weg der Bes­se­rung. Ein Pro­jek­til aus Am­ris 22-Ka­li­ber-Pis­to­le traf ihn an der Schul­ter.

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