Bay­reuth1: Re­gis­seur Her­ma­nis in­sze­niert nicht!

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Bay­reuth - Der we­gen sei­ner Aus­sa­gen zur Flücht­lings­po­li­tik in Ungna­de ge­fal­le­ne Re­gis­seur Al­vis Her­ma­nis (Fo­to) hat sich stand­haft ge­zeigt und Ver­hand­lun­gen über ei­ne Ins­ze­nie­rung in Bay­reuth be­en­det. „Er hat mit­ge­teilt, dass er das nicht ma­chen möch­te“, so Pe­ter Em­me­rich, Spre­cher der Richard-Wa­gner-Fest­spie­le.

Aus Pro­test ge­gen das Ein­tre­ten für Flücht­lin­ge des Tha­lia Thea­ters hat­te der let­ti­sche Thea­ter­schrift­stel­ler so­wie viel­fach aus­ge­zeich­ne­te Schau­spie­ler und Re­gis­seur Her­ma­nis im ver­gan­ge­nen Jahr ei­ne ge­plan­te Ins­ze­nie­rung in Ham­burg ab­ge­sagt. Er hal­te das hu­ma­ni­tä­re En­ga­ge­ment für falsch und wol­le da­mit nicht in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den, be­grün­de­te er da­mals. Die deut­sche Be­geis­te­rung, die Gren­zen für Flücht­lin­ge zu öff­nen, sei ex­trem ge­fähr­lich für ganz Eu­ro­pa, weil un­ter ih­nen Ter­ro­ris­ten sei­en - was sich letz­ten En­des als rich­tig her­aus­ge­stellt hat.

Der dar­auf­hin ein­set­zen­de Shits­torm über­rasch­te Her­ma­nis nicht: „Die­se schmut­zi­gen Tricks ken­ne ich aus der So­wjet­uni­on, wo ich ei­nen Teil mei­nes Le­bens un­ter kom­mu­nis­ti­scher Herr­schaft ge­lebt ha­be. Auch da durf­ten nur die Künst­ler ar­bei­ten, die der of­fi­zi­el­len Main­stream-Ideo­lo­gie folg­ten. Die an­de­ren wur­den we­gen dis­kri­mi­niert und dis­qua­li­fi­ziert. Ich ha­be ver­stan­den, dass in Deutschland je­der Künst­ler au­to­ma­tisch links ist. Sor­ry, ich nicht.“

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