Udo-Jür­gens-Mu­si­cal bei Rück­kehr nach Ham­burg ge­fei­ert

Amerika Woche - - Promi Special -

Lei­nen los“: Das Mu­si­cal „Ich war noch nie­mals in New York“ist zu­rück im Hei­mat­ha­fen Ham­burg. Zahl­rei­che Pro­mi­nen­te, dar­un­ter Udo Jür­gens‘ lang­jäh­ri­ger Band­lea­der Pe­pe Li­en­hard, fei­er­ten am Don­ners­tag­abend die Pre­mie­re im Thea­ter an der El­be. Das Mu­si­cal mit den Hits von Udo Jür­gens wie „Aber bit­te mit Sah­ne“, „Mit 66 Jah­ren“und „Vie­len Dank für die Blu­men“löst „Das Wun­der von Bern“ab, das sich nach zwei Jah­ren am 5. Ja­nu­ar ver­ab­schie­det hat­te.

Er­zählt wird die Ge­schich­te der er­folg­rei­chen TV-Mo­de­ra­to­rin Li­sa Wart­berg (Sa­rah Schütz). De­ren Mut­ter Ma­ria (Dag­mar Bie­ner) ver­schwin­det mit Ot­to (Pe­ter Kock) aus dem Se­nio­ren­heim, um sich ei­nen Le­benstraum zu er­fül­len: Ein­mal nach Ame­ri­ka fah­ren und dann un­ter der Frei­heits­sta­tue hei­ra­ten. Heim­lich ma­chen sich die bei­den mit ei­nem Kreuz­fahrt­schiff auf die Rei­se.

Als Li­sa da­von er­fährt, nimmt sie mit Ot­tos Sohn Axel (Karim Kha­w­at­mi) und des­sen zwölf­jäh­ri­gem Sohn die Ver­fol­gung auf. Auf ho­her See tref­fen die drei Ge­ne­ra­tio­nen auf­ein­an­der - was zu zahl­rei­chen Kon­flik­ten und Ver­wick­lun­gen führt.

Ge­schickt ver­webt das Mu­si­cal un­ter der Re­gie von Car­li­ne Brou­wer ge­sell­schafts­kri­ti­sche Fra­gen mit den größ­ten Hits von Udo Jür­gens. Schütz gibt die toughe Kar­rie­re­frau, die vor lau­ter Stress ver­gisst, dass es noch et­was an­de­res im Le­ben gibt als Ar­bei­ten. Kha­w­at­mi über­zeugt als Chau­vi, der als Va­ter und Frau­en­ver­ste­her ver­sagt hat.

Bie­ner ist hin­rei­ßend als re­so­lu­te Rent­ne­rin („Frei­heit muss man sich er­kämp­fen“) und Kock über­zeugt als ihr ru­hi­ger Ge­gen­pol. Für Ex­tra-Ap­plaus sorgt Kin­der­dar­stel­ler Michael, als er mit Son­nen­bril­le und Base­ball-Cap läs­sig sei­ne Ver­si­on von „Mit 66 Jah­ren“auf dem Son­nen­deck zum Bes­ten gibt.

Ei­ne auf­wen­di­ge Fahr- und Dreh­kon­struk­ti­on ver­wan­delt die Büh­ne vom TV-Stu­dio und Al­ten­heim zum schein­bar end­lo­sen Deck auf ho­her See und zur pom­pö­sen „Hoch­zeits­sui­te“. Ge­fühl­vol­le Bal­la­den („Was wich­tig ist“, „Im­mer wie­der geht die Son­ne auf“) wech­seln sich ab mit tem­po­rei­chen Tanz­ein­la­gen („Aber bit­te mit Sah­ne“, „Schö­ne Grü­ße aus der Höl­le“).

Mit an Bord sind auch Li­sas schwu­le As­sis­ten­ten Fred (Uli Scher­bel) und Cos­ta (Gi­an­ni Meu­rer), die dann wie­der die Gas­sen­hau­er zu plat­zie­ren hel­fen: Denn na­tür­lich träumt der Grie­che Cos­ta von sei­ner Hei­mat samt „Grie­chi­schem Wein“und als die Nach­barn das schwu­le Pär­chen aus sei­ner Woh­nung wer­fen wol­len, er­klingt ein „Eh­ren­wer­tes Haus“.

„Ich war noch nie­mals in New York“hat­te 2007 auf der Ree­per­bahn Welt­pre­mie­re ge­fei­ert. Seit­dem sa­hen mehr als vier Mil­lio­nen Men­schen die Pro­duk­ti­on, die ne­ben Deutsch­land auch in Ös­ter­reich (Wien), der Schweiz (Zü­rich) und in Ja­pan (To­kio) auf­ge­führt wur­de. In der Mu­si­cal­me­tro­po­le Ham­burg sind zur Zeit noch das Mu­si­cal „Hin­term Ho­ri­zont“mit den Hits von Udo Lin­den­berg im Ope­ret­ten­haus auf der Ree­per­bahn und Dis­neys „Al­ad­din“im Thea­ter Neue Flo­ra zu se­hen.

Nach An­ga­ben von Sta­ge En­ter­tain­ment soll die Pro­duk­ti­on bis zum Som­mer zu se­hen sein.

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