Dau­er­bau­stel­le BER ein­träg­lich für Un­ter­neh­men

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Auf­ga­ben auch zu­sätz­lich ver­gü­tet wer­den.“Ach so...

Ei­nen Tag spä­ter brü­tet der Auf­sichts­rat dann stun­den­lang über die neu­es­ten Bau­stel­len­be­rich­te. Ein Er­geb­nis: Tei­le der Sprink­ler­an­la­ge brau­chen neue, di­cke­re Was­ser­roh­re. Man hat­te für ei­nen bes­se­ren Brand­schutz mehr Sprink­ler­köp­fe an­ge­schlos­sen. Er­geb­nis: Der Druck reich­te nicht mehr. Ge­fragt nach den Schul­di­gen seufzt Mül­ler nur: „Es ist im­mer ein Ge­samt­kunst­werk. Es ist nie ei­ner al­lei­ne.“Ach herr­je...

Ge­gen­über den gro­ßen Bau­fir­men sitzt die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft an ei­nem denk­bar kur­zen He­bel, ein lei­ten­der An­ge­stell­ter sprach öf­fent­lich schon von „Er­pres­sungs­si­tua­tio­nen“. Da­für gibt es zwei Grün­de: Weil kein Flug­ha­fen wie der an­de­re ist, kann der Auf­trag­ge­ber die Bau­fir­men nicht ein­fach vom Hof ja­gen. Selbst wenn sich Er­satz fän­de, bräuch­te er Ewig­kei­ten, um sich ein­zu­ar­bei­ten.

Ein Pro­blem: Der Flug­ha­fen hat ver­trag­lich we­nig Druck­mit­tel ge­gen die Bau­fir­men. Seit das Pro­jekt vom Neu­bau zur Sa­nie­rung wur­de, wer­den die Fir­men auf St­un­den­ba­sis an­ge­for­dert - oh­ne Fris­ten und da­mit oh­ne gro­ße Mög­lich­kei­ten für Ver­trags­stra­fen. „Wenn die ein­mal aus dem Ter­min raus sind, be­ge­ben sie sich nicht mehr rein“, klag­te Tech­nik­chef Jörg Marks.

Der lee­re Flug­ha­fen ver­schlingt je­den Mo­nat 17 Mil­lio­nen Eu­ro an „Be­triebs­kos­ten“. Zu­dem feh­len Miet­ein­nah­men von 13 bis 14 Mil­lio­nen Eu­ro - eben­falls mo­nat­lich. Un­glaub­lich!

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