Deutsch­land er­war­tet mehr Mi­gra­ti­on von Nord­afri­ka nach Eu­ro­pa

Amerika Woche - - News -

Ber­lin - Die deut­sche Re­gie­rung schließt nicht aus, dass mit Be­ginn des Früh­jahrs wie­der deut­lich mehr Men­schen ver­su­chen wer­den, von Li­by­en aus nach Eu­ro­pa zu ge­lan­gen.

Die Zu­sam­men­ar­beit der EU-Kom­mis­si­on und ei­ni­ger EU-Staa­ten mit Ni­ger und Ma­li, ha­ben zwar be­wirkt, dass in­zwi­schen we­ni­ger Men­schen ins Tran­sit­land Li­by­en ge­lang­ten, sag­te In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re nach ei­nem Ge­spräch mit EU-In­nen­kom­mis­sar Di­mi­tris Av­ra­mo­pou­los in Ber­lin.

Für ei­ne Ent­war­nung sei es aber zu früh, be­ton­te der Mi­nis­ter. Si­cher sei nur, dass sich der­zeit mehr Men­schen in Li­by­en auf­hiel­ten als im ver­gan­ge­nen Jahr nach Ita­li­en ge­kom­men sei­en.

2016 wa­ren nach An­ga­ben des UN-Flücht­lings­hilfs­werks mehr als 180.000 Men­schen von Nord­afri­ka über das Mit­tel­meer nach Ita­li­en ge­langt. „Wir sind jetzt bes­ser vor­be­rei­tet, aber wir ken­nen die ge­nau­en Zah­len nicht“, sag­te Av­ra­mo­pou­los.

Der Kom­mis­sar be­ton­te, die Ko­ope­ra­ti­on mit Tu­ne­si­en, Al­ge­ri­en, Ägyp­ten und Ma­rok­ko sei für die EU wich­tig, „nicht nur um den Druck von Li­by­en zu neh­men, son­dern auch um ei­ne Ver­la­ge­rung von Rou­ten zu ver­mei­den“. Die Grü­nen und die Lin­ke sind - na­tür­lich - strikt ge­gen die Ein­rich­tung von Auf­fang­la­gern in Nord­afri­ka. Sie wür­den am liebs­ten al­le Flücht­lin­ge nach Deutsch­land ein­rei­sen las­sen auch un­kon­trol­liert.

Newspapers in German

Newspapers from USA

© PressReader. All rights reserved.