Po­li­zist ver­wei­gert Kol­le­gin den Hand­schlag - Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren

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Mon­ta­baur/Mainz (dpa) - Ein mus­li­mi­scher Po­li­zist in Deutsch­land hat aus re­li­giö­sen Grün­den den Hand­schlag ei­ner Kol­le­gin ver­wei­gert.

Wie die Ko­blen­zer „RheinZei­tung“be­rich­te­te, woll­te ihm die Frau auf ei­ner Fei­er En­de Mai in der Po­li­zei­in­spek­ti­on Mon­ta­baur in Rhein­land-Pfalz zu sei­ner Be­för­de­rung gra­tu­lie­ren, was er je­doch ab­lehn­te.

„Der Po­li­zist hat sein Ver­hal­ten mit sei­ner re­li­giö­sen Über­zeu­gung be­grün­det“, er­läu­ter­te Stef­fen Weh­ner, Pres­se­spre­cher des In­nen­mi­nis­te­ri­ums.

Der Mann sei in den In­nen­dienst ver­setzt wor­den. Der ver­wei­ger­te Hand­schlag ver­sto­ße ge­gen das Neu­tra­li­täts- und Mä­ßi­gungs­ge­bot für Be­am­ten.

In ei­nem Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren sol­le nun un­ter­sucht wer­den, in­wie­weit be­am­ten­recht­li­che Vor­schrif­ten ver­letzt wur­den, und ob sich die re­li­giö­se Hal­tung auf die Di­enst­füh­rung aus­wir­ken kön­ne, sag­te der Spre­cher wei­ter.

Die Kon­se­quen­zen bei ei­nem Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren könn­ten bis zu ei­ner Ent­las­sung rei­chen. Über klei­ne­re Maß­nah­men bis hin zu ei­ner Ge­halts­kür­zung kön­ne das Po­li­zei­prä­si­di­um ent­schei­den.

Über wei­ter­ge­hen­de Schrit­te wie die Aber­ken­nung des Di­enstrangs oder ei­ne Kün­di­gung ent­schei­det in Kür­ze das Ver­wal­tungs­ge­richt.

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