Tur­ban statt Helm? - Kei­ne Aus­nah­me­re­ge­lung für Sikh

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Ein Tur­ban tra­gen­der Sikh ist in Deutsch­land mit dem Ver­such ge­sch­ei-tert. beim Mo­tor­rad­fah­ren aus re­li­gio­sen Grun­den von der Helm­pflicht be­freit zu wer­den. Mit sei­ner Kla­ge ge­gen die Stadt Kon­stanz für ei­ne re­li­gi­ons­be­ding­te Fahr­er­laub­nis oh­ne Helm schei­ter­te er vor dem Ver­wal­tungs­ge­richts­hof (VGH) Ba­den-Würt­tem­berg. Die Glau­bens­frei­heit kol­li­die­re mit dem Grund­recht Drit­ter auf psy­chi­sche und phy­si­sche Un­ver­sehrt­heit, teil­te das Ge­richt am Mon­tag in Mann­heim mit. Fah­rer mit Helm sei­en nach ei­nem Un­fall eher in der La­ge, Ers­te Hil­fe zu leis­ten oder Ret­tungs­kräf­te zu ru­fen, hieß es. Der Mann aus Freiburg hat­te ar­gu­men­tiert, er müs­se auf­grund sei­ner Re­li­gi­on stets ei­nen Tur­ban tra­gen und kön­ne beim Mo­tor­rad­fah­ren kei­nen Helm auf­set­zen. Un­ter Sikhs ver­steht man An­hän­ger der En­de des 15. Jahr­hun­derts in Nord­in­di­en ent­stan­den re­li­giö­sen Re­form­be­we­gung des Sik­his­mus, die hin­du­is­ti­sche Glau­bens­vor­stel­lun­gen mit zen­tra­len Leh­ren des Is­lams ver­bin­det.

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