Son­ny­boy des deut­schen Schla­gers - Gus Ba­ckus 80

Amerika Woche - - Promi Special -

Als Schla­ger­star macht Ba­ckus vor al­lem in den

er und er Jah­ren von sich re­den. Es fol­gen Rol­len in zahl­rei­chen il­men.

un wur­de der ge­bür­ti­ge Ame­ri­ka­ner Jah­re alt und hat ei­nen unsch. us

Er ge­hört zu den Schla­ger­le­gen­den der 60er und 70er Jah­ren: Gus Ba­ckus. Mit Hits wie „Brau­ner Bär und wei­ße Tau­be“, „Da sprach der al­te Häupt­ling der In­dia­ner“oder „Der Mann im Mond“un­ter­hielt er da­mals die Men­schen. Auch vor der Ka­me­ra kam der sym­pa­thi­sche Son­ny­boy aus den USA gut an und er­gat­ter­te zahl­rei­che Rol­len. Vor kur­zem wur­de der Er­folgs­sän­ger 80 Jah­re alt. Was er sich wünscht? „Dass ich 90 wer­de“, so der Wahl-Münch­ner in un­se­rem Ge­spräch.

Wäh­rend sei­ner Kar­rie­re war Ba­ckus in mehr als 30 Fil­men zu se­hen - oft auch sin­gend. Sei­nen be­rühm­tes­ten Auf­tritt hat­te er in der ös­ter­rei­chi­schen Film­ko­mö­die „Un­se­re tol­len Tan­ten“(1961) mit sei­ner „Sau­er­kraut Pol­ka“. In wei­ßer Schür­ze und Koch­müt­ze singt er mit ame­ri­ka­ni­schem Ak­zent: „Ich es­se ger­ne Sau­er­kraut und tan­ze ger­ne Pol­ka, und mei­ne Braut heißt

Edel­traut, die denkt ge­nau wie ich.“Spä­ter ha­be er nur ge­dacht: Das kannst du nie dei­ner Mut­ter zei­gen, wie er in sei­ner Au­to­bio­gra­fie „Ich es­se gar kein Sau­er­kraut“schreibt.

Mu­si­ka­lisch legt der ge­bür­ti­ge New Yor­ker noch in sei­ner Zeit beim Mi­li­tär los. Als Grün­dungs­mit­glied der Grup­pe „The DelVi­kings“si­chert er sich ei­nen Plat­ten­ver­trag. Wäh­rend es ei­gent­lich ge­ra­de wei­ter berg­auf mit sei­ner Band geht, wird Do­nald Ed­gar Ba­ckus, wie er bür­ger­lich heißt, mit knapp 20 Jah­ren nach Deutsch­land ver­setzt. In Wies­ba­den sta­tio­niert, lernt er dort sei­ne ers­te Frau Ka­rin ken­nen, mit der er drei Söh­ne hat.

Nach dem Durch­bruch in den USA wird Ba­ckus in Deutsch­land, Ös­ter­reich und der Schweiz als sin­gen­der GI po­pu­lär. Mit Hits wie „Woo­den He­art“, „Lin­da“, „Ro­te Lip­pen soll man küs­sen“und „No Bier, No Wein, No Schnaps“fei­ert er gro­ße Schla­ger-Er­fol­ge. Sei­ne Lie­der sind leicht und er­zäh­len von Ver­gnü­gen, Freund­schaft und der gro­ßen Lie­be - oft auf ko­mö­di­an­ti­sche Art, wie bei dem Lied „Boh­nen in die Oh­ren“.

Das Le­ben des Schla­ger­sän­gers ist da­ge­gen ge­prägt von Hö­hen und Tie­fen. Wäh­rend er als ge­frag­ter Schla­ger­star tourt, hat er mit Al­ko­hol- und Ta­blet­ten­pro­ble­men zu kämp­fen. „Es ist un­ge­heu­er an­stren­gend, un­ter­halt­sam und wit­zig zu sein“, re­sü­miert er in sei­ner Au­to­bio­gra­fie. „Wenn wir nach ei­ner Show oder ei­nem Film mit den Kol­le­gen weg­gin­gen, gab es na­tür­lich meist Al­ko­hol. Und ir­gend­wann ka­men die Ta­blet­ten da­zu.“

Sei­ne Ehe mit Ka­rin geht in die Brü­che. Nach dem Schei­tern sei­ner zwei­ten Ehe mit Bal­lett­tän­ze­rin Hei­de­lo­re, mit der er sei­nen vier­ten Sohn hat, kehrt Ba­ckus ge­trie­ben von fi­nan­zi­el­len Pro­ble­men in die USA zu­rück. Dort schlägt er sich als Ge­le­gen­heits­ar­bei­ter durch. „Haupt­sa­che, man konn­te lau­fen und hat­te zwei Ar­me und ein ge­sun­des Kreuz - und man war wil­lig“, er­in­nert er sich an die­se Zeit. In den USA hei­ra­te­te er ein drit­tes Mal, doch sei­ne Frau By­ra stirbt 2001.

Ba­ckus sor­tiert sein Le­ben neu und kehrt wie­der nach Deutsch­land zu­rück. Er fin­det zu sei­ner frü­he­ren Lie­be Hei­de­lo­re zu­rück, die bei­den hei­ra­ten ein zwei­tes Mal. Das Paar lebt nun in der Nä­he von München. Sei­nen run­den Ge­burts­tag fei­er­te die Schla­ger­le­gen­de im en­ge­ren Kreis mit Fa­mi­lie und Freun­den bei ei­nem Es­sen.

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