Nie­der­lan­de ha­ben neue Re­gie­rung - Wil­ders‘ PPV ist nicht da­bei

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Den Haag (dpa) - Die Nie­der­lan­de ha­ben mehr als sie­ben Mo­na­te nach der Par­la­ments­wahl ei­ne neue Re­gie­rung. Kö­nig Wil­lem-Alex­an­der ver­ei­dig­te am Don­ners­tag in Den Haag die Mi­nis­ter der Mit­te-Rechts-Ko­ali­ti­on. Mi­nis­ter­prä­si­dent ist er­neut der rechts­li­be­ra­le Mark Rut­te (Foto) - zur Freu­de auch der deut­schen Bundskanz­le­rin. Der 50-Jäh­ri­ge ist seit 2010 Re­gie­rungs­chef. Mit 225 Ta­gen war es die bis­lang längs­te Re­gie­rungs­bil­dung in der Geschichte der Nie­der­lan­de - und hat ei­nen fa­den Bei­ge­schmack.

Rut­tes Volks­par­tei für Frei­heit und De­mo­kra­tie (VVD) bil­det ge­mein­sam mit der christ­de­mo­kra­ti­schen CDA, der links­li­be­ra­len D66 und der klei­nen Chris­tenU­nie ei­ne Ko­ali­ti­on. Die Ko­ali­ti­on ver­fügt al­ler­dings mit 76 Man­da­ten nur über ei­ne knap­pe Mehr­heit von ei­ner Stim­me in der Zwei­ten Kam­mer, die 150 Sit­ze hat.

Bei der Wahl im März war die VVD mit 33 Man­da­ten stärks­te Kraft ge­wor­den. Ihr bis­he­ri­ger Ko­ali­ti­ons­part­ner, die so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei von der Ar­beit, hat­te we­gen his­to­ri­scher Ver­lus­te ei­ne er­neu­te Teil­nah­me an der Re­gie­rung ab­ge­lehnt.

Die rechts­ge­rich­te­te Par tei für die Frei­heit (PVV) von Geert Wil­ders war mit 13 Pro­zent der Stim­men und 20 Sit­zen zweit­stärks­te Kraft ge­wor­den - die VVD hat­te nur 8 Pro­zent mehr. Trotz der ho­hen Stim­men­zahl schlos­sen von vorn­her­ein al­le Par­tei­en ka­te­go­risch ei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit der PVV aus.

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