Frie­dens­gut­ach­ten: Deutsch­land soll we­ni­ger Waf­fen ex­por­tie­ren

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Ber­lin (dpa) - Die füh­ren­den deut­schen Frie­dens for­schungs­in­sti­tut e ha­ben die Re­gie­rung des Lan­des zu deut­li­chen Be­schrän­kun­gen der Rüs­tungs­ex­por­te auf­ge­for­dert. „Die Bun­des­re­gie­rung soll­te ein re­strik­ti­ves Rüs­tung sex port­kon­troll ge­setz vor­le­gen “, heißt es in ih­rem in Ber­lin prä­sen­tier­ten Frie­dens gut­ach­ten 2018.

Ge­neh­mi­gun­gen für Ex­por­te an Kriegs­par­tei­en im Je­men müss­ten wi­der­ru­fen wer­den, so die Frie­dens­for­scher und Lie­fe­run­gen an die Tür­kei un­ter­bro­chen wer­den, so­lan­ge die Tür­kei völ­ker­rechts­wid­rig han­de­le. An­ge­sichts des Aus­stiegs der USA aus dem Atom­ab­kom­men mit dem Iran über die fried­li­che Nut­zung von Kern­ener­gie sei ei­ne selbst­be­wuss­te EU-Di­plo­ma­tie nö­tig. Deutsch­land sol­le da­bei in ers­ter Rei­he ste­hen. „Die Bun­des­re­gie­rung muss ge­mein­sam mit ih­ren Part­nern Stra­te­gi­en aus­lo­ten, wie sich der Scha­den des US-Vor­ge­hens für die in­ter­na­tio­na­len Be­zie­hun­gen be­gren­zen lässt“, so das Gut­ach­ten.

Die For­scher zeig­ten sich ex­trem be­sorgt. Die Krie­ge et­wa im Na­hen und Mitt­le­ren Os­ten und in Afri­ka for­der­ten Tau­sen­de Op­fer und zwän­gen Men­schen zur Flucht. In­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit bei­spiels­wei­se in den Ver­ein­ten Na­tio­nen wer­de von Kon­flik­ten über­schat­tet. Von Deutsch­land und der Eu­ro­päi­schen Uni­on for­der­ten die In­sti­tu­te ver­stärk­te An­stren­gun­gen.

Das Frie­dens­gut­ach­ten stammt von den In­sti­tu­ten BICC (Bonn In­ter­na­tio­nal Cen­ter for Con­ver­si­on), Leib­niz-In­sti­tut Hes­si­sche Stif­tung Frie­dens- und Kon­flikt­for­schung (HSFK), In­sti­tut für Ent­wick­lung und Frie­den (INEF) und In­sti­tut für Frie­dens­for­schung und Si­cher­heits­po­li­tik an der Uni­ver­si­tät Ham­burg (IFSH) und wird re­gel­mä­ßig seit 1987 vor­ge­legt.

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