Antenne für Tier­be­ob­ach­tung an Raum­sta­ti­on ISS mon­tiert

Amerika Woche - - Wissenschaft -

Bai­ko­nur (dpa) - Mit der er­folg­rei­chen Montage ei­ner Antenne an der In­ter­na­tio­na­len Raum­sta­tio­nen ISS ha­ben die bei­den rus­si­schen Kos­mo­nau­ten Oleg Ar­tem­jew und Ser­gej Pro­kop­jew ein deutsch-rus­si­sches Pro­jekt zur Tier­be­ob­ach­tung ent­schei­dend vor­an­ge­bracht. Bei dem mehr als sie­ben­stün­di­gen Ein­satz mon­tier­ten sie ei­ne Antenne an der Au­ßen­hül­le der ISS. Sie ist ent­schei­dend für das so­ge­nann­te Ica­rus-Pro­jekt - ein wis­sen­schaft­li­ches Mam­mut­vor­ha­ben, mit dem die For­scher das Le­ben auf der Er­de ganz neu ver­ste­hen wol­len.

Ziel die­ses Pro­jek­tes ist es, Be­we­gun­gen von Tie­ren auf der Er­de bes­ser zu er­fas­sen. For­scher wol­len die Tie­re mit dau­men­na­gel­gro­ßen, fünf Gramm leich­ten Mi­ni-Sen­dern aus­stat­ten und mit Hil­fe der ISS be­ob­ach­ten. Da­von er­hof­fen sie sich Auf­schluss et­wa über Wan­de­run­gen von Zug­vö­geln, was zum Ar­ten­schutz bei­tra­gen soll. Zu­dem soll Ica­rus in der Zu­kunft als Früh­warn­sys­tem et­wa für Na­tur­ka­ta­stro­phen wie Erd­be­ben und Vul­kan­aus­brü­che die­nen.

Das Pro­jekt könn­te die The­se stüt­zen, dass Tie­re et­wa vor dem Aus­bruch von Na­tur­ka­ta­stro­phen un­ru­hig wer­den oder ihr Ver­hal­ten än­dern. Auch Schäd­lings­pla­gen könn­ten wirk­sa­mer be­kämpft wer­den. Stör­che ras­ten auf ih­rem Zug nach Sü­den et­wa in der Nä­he von gro­ßen Heu­schre­cken­schwär­men - mit Hil­fe von Ica­rus sol­len die­se lo­ka­li­siert wer­den.

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