Sie­mens darf wei­ter auf Mil­li­ar­den-Auf­trag im Irak hof­fen

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Bag­dad/Mün­chen (dpa) Sie­mens ist im Rin­gen mit dem US-Kon­kur­ren­ten Ge­ne­ral Electric (GE) um ein Mil­li­ar­den-Ge­schäft im Irak ei­nen ent­schei­den­den Schritt vor­an­ge­kom­men und kann sich wei­ter Hoff­nun­gen ma­chen. Ver­tre­ter des Münch­ner Tech­no­lo­gie-Kon­zerns und des ira­ki­schen Elek­tri­zi­täts­mi­nis­te­ri­ums un­ter­zeich­ne­ten ei­ne Ab­sichts­er­klä­rung über den Aus­bau der ira­ki­schen Strom­ka­pa­zi­tä­ten. Es ge­he um ei­ne Aus­bau­leis­tung von elf Gi­ga­watt in den kom­men­den vier Jah­ren, was laut Sie­mens et­wa der Hälf­te der der­zei­ti­gen Ka­pa­zi­tä­ten des Irak ent­spricht.

Bis zu­letzt hat­te das Vor­ha­ben auf der Kip­pe ge­stan­den. Sie­mens ver­sprach ne­ben dem Aus­bau der Strom­ka­pa­zi­tä­ten aber auch Un­ter­stüt­zung im Kampf ge­gen Kor­rup­ti­on, die Schaf­fung neu­er Ar­beits­plät­ze so­wie den Aus­bau von Schu­len und Kran­ken­häu­sern. Dies sei­en Schlüs­sel­ele­men­te beim Auf­bau des neu­en Irak, sag­te Vor­stands­chef Joe Ka­e­ser (Fo­to).

Gleich­zei­tig teil­te auch GE mit, ei­ne Ab­sichts­er­klä­rung mit der ira­ki­schen Re­gie­rung un­ter­schrie­ben zu ha­ben. Die Plä­ne der Ame­ri­ka­ner se­hen dem­nach so­gar ei­nen Aus­bau von 14 Gi­ga­watt und die Schaf­fung von bis zu 65.000 Ar­beits­plät­zen vor. Wann ei­ne end­gül­ti­ge Ent­schei­dung über die Ver­ga­be fällt, ist bis­lang noch un­klar.

Ob­wohl der Irak ei­nes der öl­reichs­ten Län­der der Welt ist, lei­det die Be­völ­ke­rung un­ter der schlech­ten Ver­sor­gung mit Elek­tri­zi­tät. In den ver­gan­ge­nen Wo­chen und Mo­na­ten kam es des­we­gen vor al­lem im Sü­den des Lan­des zu Pro­tes­ten mit To­ten und Ver­letz­ten.

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