Berliner Morgenpost

Der Held will stehlen

Pedro Calles verbindet gute Erinnerung­en mit Vechta. Jetzt steht er als Trainer von Alba vor wichtigen Partien dort.

- Marcel Stein Berlin. Sports · College Sports · Hamburg · Berlin · Israel · Alba Berlin · SC Rasta Vechta

Sein Auto lässt Pedro Calles zu Hause. Würde er damit nach Vechta fahren, ginge der Trainer von Alba Berlin glatt als Einheimisc­her durch. Denn sein Wagen trägt noch immer das Kennzeiche­n der niedersäch­sischen Kleinstadt. „Dort habe ich mein Auto gekauft“, sagt der 42-Jährige. Die Zeit in der Provinz liegt zwar lange hinter ihm, viele gute Erinnerung­en begleiten ihn jedoch weiterhin.

Sportlich die vielleicht schönsten Momente seiner Karriere als Coach. In der Saison 2018/19 er erstmals als Chef in der Basketball Bundesliga (BBL) an der Seitenlini­e. Sensatione­ll zog das Team als Aufsteiger in das Halbfinale ein. Genau dorthin will Rasta Vechta jetzt zum zweiten Mal. Nun aber steht der Spanier seinem alten Klub mit Alba gegenüber und verfolgt mit den dieselbe Absicht. „Das ist definitiv etwas Besonderes“, sagt Calles.

Jetzt wechselt die Viertelfin­alserie für zwei Spiele nach Vechta, Freitag geht es weiter (18.30 Uhr, Dyn). Zuvor verlor das Team aus der Metropole zum Auftakt (89:103), die zweite Heimpartie gewann der elffache Meister (90:85). „Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt als im ersten Spiel – vor allem, was den Einsatz angeht“, sagt Calles. Viel Elan, viel Grundlagen­arbeit ermöglicht­en den Ausgleich in der „Best of five“-Serie. „Wir haben dafür gesorgt, dass sie sich nicht wohlfühlen“, so der Trainer. Darauf aufbauend konnte das Team sein Spiel durchsetze­n.

Für Calles war es ein spezieller Sieg: der erste im BBL-Play-off seit dem entscheide­nden Spiel zum Halbfinale­inzug mit Vechta. Dazwischen lagen 16 Niederlage­n in Serie, mit Vechta, mit Hamburg, mit Oldenburg, mit Alba. „Das ist nicht wichtig, sondern dass wir die Serie ausgeglich­en haben. Ich konzentrie­re mich auf nicht auf mich“, sagt der Trainer. Er bemüht sich um betonte Gleichmüti­gkeit. Emotionen will Calles nur am Spielfeldr­and zeigen, nicht bei seinen Einschätzu­ngen. Da wirkt er gern kontrollie­rt.

Das gehört zum Auftreten des Spaniers, der fünf Jahre in Vechta verbrachte. Die ersten drei davon als Assistent. In dieser Rolle fing er auch in Berlin an zu Beginn des Vorjahres. Kurz darauf übernahm er den Posten von Israel Gonzalez, stabilisie­rte ein verunsiche­rtes Team. Im Play-off kam dennoch das schnelle Aus. „Damals standen wir jedes Wochenende mit dem Rücken zur Wand“, erinnert er sich. In seiner ersten kompletten Saison mit Alba schuf er eine komfortabl­ere Ausgangssi­tuation mit Platz zwei in der Hauptrunde. behielt die Nerven, sammelte Selbstvert­rauen. Das Team bekam ebenso noch einmal den unmissvers­tändlichen Hinweis, wie notwendig die Konzentrat­ion über die gesamte Spielzeit ist.

Der Erfolg kann sich als wichtiger Schritt in der Entwicklun­g der Mannschaft erweisen. Unter Druck ergriffen die Berliner die richtigen Maßnahmen. „Es ist ein Sieg von vielen, die noch kommen. Er hat eine tolle Zukunft vor sich und ist schon so viel besser als letztes Jahr darin, wie Dinge angeht. Er ist

Mal für eine große Organisati­on. Mit den damit verbundene­n Ansprüchen musste er sich zunächst selbst arrangiere­n.

Erschwert wurde das dadurch, dass der Trainer einen nahezu neuen Kader vorgesetzt bekam. Diesen so schnell auf das Niveau zu befördern, um in einer engen Liga vorn mitzuspiel­en, ist sein Verdienst. Wie die Mannschaft lernt auch der junge Coach stetig dazu. Calles verpasste dem Team eine klare Struktur, die auf Einsatz und Defensive basiert. Die ebenso aber immer mehr den Stil von Alba repräsenti­ert mit viel Tempo und Ballbewegu­ng.

Dabei geht es ihm darum, die Mannschaft weiterzuen­twickeln. Mit einer Mentalität, die sich als ansteckend erweist. Calles ist ein großer Motivator und nimmt das Team dadurch mit. Gegen Vechta auch ein wenig in seine Play-offVergang­enheit. Aus seiner alten Heimat will der Spanier nun etwas entführen. „Unsere Mission ist, ein Spiel dort zu stehlen. Wenigstens eins“, sagt der Coach. Es wäre eine

Bei der Ersatzvera­nstaltung stehen daher die besten Springreit­er der Welt im Fokus: Aus den Top 25 der Welt fehlt nur einer. Für Vogel und Olympiasie­ger Christian Kukuk geht es zudem auch darum, sich zu empfehlen. Das Turnier „ist auch eine WM-Sichtung“, wie Vogel sagt. Grund für die Topbesetun­g ist für ihn nicht nur die „unglaublic­he Atmosphäre im Hauptstadi­on, dieses Gefühl, vollgepack­t mit Adrenalin und Gänsehaut, das es sonst nirgendwo auf der Welt“gibt, ausschlagg­ebend: Auch finanziell­e Gründe locken.

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Der Coach bringt das junge Team schnell voran
Der beeindruck­ende Lauf des Siebten Vechta erleichter­t die Aufgabe im Viertelfin­ale dennoch nicht. „Wir müssen weiter an uns arbeiten. Vechta hatte wieder zu viele offene Würfe“, sagt der Coach. Die junge Berliner Mannschaft verlor auch viel zu oft den Ball. Das machte die zweite Partie am Ende spannender als nötig. Doch Alba
er gereift“, sagt Spielmache­r Martin Hermannsso­n. Calles arbeitet zum ersten
Coach Pedro Calles gibt die Spielzüge für sein Team vor.
weitere gute Erinnerung, die er mit Vechta verbindet.
Leidenscha­ft an der Seitenlini­e: Trainer Pedro Calles erlebt die Spiele von Alba Berlin sehr intensiv.
Sonntag Großer Preis
Christina Pahnke / picture alliance Foto Huebner / picture alliance Berlinern das Team, stand Der Coach bringt das junge Team schnell voran Der beeindruck­ende Lauf des Siebten Vechta erleichter­t die Aufgabe im Viertelfin­ale dennoch nicht. „Wir müssen weiter an uns arbeiten. Vechta hatte wieder zu viele offene Würfe“, sagt der Coach. Die junge Berliner Mannschaft verlor auch viel zu oft den Ball. Das machte die zweite Partie am Ende spannender als nötig. Doch Alba er gereift“, sagt Spielmache­r Martin Hermannsso­n. Calles arbeitet zum ersten Coach Pedro Calles gibt die Spielzüge für sein Team vor. weitere gute Erinnerung, die er mit Vechta verbindet. Leidenscha­ft an der Seitenlini­e: Trainer Pedro Calles erlebt die Spiele von Alba Berlin sehr intensiv. Sonntag Großer Preis
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Anspach / dpa Richard Vogel gilt als Mitfavorit.

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