Konditorei-Kette Aida nascht jetzt weltweit
Wiener Familienbetrieb stärkt Umsatz-Kuchen mit neuen Filialen im Ausland, USA bis Arabien besonders interessant
Interessenten aus Maryland in den USA sind gerade in Wien, mit weiteren Amerikanern gibt es Gespräche, „und ich selbst war kürzlich in Kuwait. Wir haben eigentlich jede Woche Anfragen,“lächelt Dominik Prousek, Geschäftsführer der von seiner Familie 1913 gegründeten Konditorei-Firma Aida.
„Wir sind die älteste Kaffeehauskette der Welt. Unser Konzept ist nun Wiener Tradition im Coffeeshop-Format, dafür gibt es im Ausland noch riesiges Potenzial. In den nächsten Jahren sind 5 bis 30 weitere Filialen möglich, wenn wir die richtigen Partner finden.“2024 startete Prousek die Auslandsexpansion und betreibt derzeit über internationale Riesen wie Lagardere, Allresto oder SSP bereits Standorte in Bratislava, Berlin, München und im saudi-arabischen Jeddah in Bahnhöfen bzw. Flughäfen. „Dort sind wir sehr auffällig, außerdem kennen uns schon viele Touristen. In München machen wir auf nur 19 m2 einen Umsatz von 2 Mio. €. Unser größter Standort ist Jeddah mit fast 300 m2. Dort ist 24 Stunden geöffnet.“
Dass Aida international ein größeres Stück vom Kuchen holen dürfte, liegt auch an jüngsten Nominierungen als weltweit bestes Flughafen-Café bzw. To-Go-Konzept sowie als Europas TopKaffeefranchiser. Schon 20% der zuletzt 25 Mio. € Umsatz kommen nun aus dem Ausland. Doch auch in Österreich ist noch Platz. „Wir schauen uns ständig um, Salzburg etwa wäre interessant, aber die Mieten sind unleistbar.“Aktuell führt die Familie selbst 23 Geschäfte mit 250 Beschäftigten, ein paar weitere (Wien-Stadlau, Donauzentrum, Graz, Innsbruck, vorerst zwei am Flughafen Wien) betreiben Franchisenehmer.
Nach wie vor werden jährlich 160 Tonnen Mehlspeisen mit heimischen Rohstoffen von Hand gefertigt und dann teilweise gefroren weltweit verschickt. „Das ist mir wichtig, auch wenn das angesichts der Kostensteigerungen wirtschaftlich schwierig ist. Wir verzichten auf Marge, um leistbar zu bleiben.“