HSV legt sich auf Vieira-Schmerzgrenze fest
Die Hamburger würden weniger als zehn Millionen Euro für den Arsenal-Profi zahlen.
Die Worte von Kathleen Krüger waren deutlich. „Der aufgerufene Preis ist für uns nicht darstellbar“, sagte die neue Sportvorständin des HSV über einen möglichen Transfer von Fabio Vieira. Damit ist die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs des Spielmachers gesunken, auch wenn Sportdirektor Claus Costa weiterhin an einer Lösung mit dem FC Arsenal arbeitet.
Allerdings gab es zwischen beiden Vereinen zuletzt weniger Kontakt, weil die Personalie für den englischen Meister keine Priorität genießt. Die „Gunners“sind davon überzeugt, dass ein Verein im Laufe der Transferperiode 20 Millionen Euro plus x auf den Tisch legen wird. Der HSV hofft dagegen, dass eine Offerte in dieser Größenordnung ausbleibt und Vieira kostengünstiger zu haben ist. Die Situation scheint momentan festgefahren.
Unabhängig davon, wer am Ende recht haben wird: Die Hamburger werden für den Portugiesen nicht „all in“gehen. Nach Abendblatt-Informationen liegt die Schmerzgrenze des HSV aktuell bei knapp unter zehn Millionen Euro. Mehr wird der Club nicht bieten, um sich für die weiteren Transferziele nicht finanziell zu limitieren.
Für eine Summe im hohen einstelligen Millionenbereich wird Arsenal Vieira allerdings vorerst nicht verkaufen. Wenn, dann könnten die Karten im August neu gemischt werden, wenn die Engländer sehen, dass ein Interessent jenseits der
Zehn-Millionen-Euro-Marke ausbleibt. So ist die Hoffnung des HSV.
Die Verantwortlichen im Volkspark haben ohnehin andere Prioritäten und bemühen sich vorrangig um einen Rechtsverteidiger, einen Ersatz für Luka Vuskovic sowie einen neuen Stürmer. Nach den Abgängen von Robert Glatzel, Ransford Königsdörffer und Damion Downs will der HSV zwei bis drei neue Angreifer verpflichten. Vieira könnte gegen Ende der Transferperiode die Kirsche auf der Sahnetorte werden, sofern er dann noch verfügbar ist.
Der 26-Jährige hatte sich ursprünglich Klarheit bis Anfang nächster Woche erhofft. Nachdem sich Vieira zum HSV bekannt und seine Sichtweise auch Merlin Polzin mitgeteilt hatte, wollte er beim Trainingsauftakt am 8. Juli im dänischen Helsingör dabei sein. Doch daraus wird nun nichts mehr. Stattdessen muss sich Vieira gedulden und sich parallel mit Alternativen beschäftigen.