Draghi soll Ab­ge­ord­ne­ten Re­de und Ant­wort ste­hen

Der Standard - - WIRTSCHAFT -

Wi­en – Wich­ti­ge wirt­schafts­po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen für Ös­ter­reich wer­den oft­mals wo­an­ders ge­fällt. Geht es um EU-Be­lan­ge, kann das Land über sei­ne Ver­tre­ter in Rat und Eu­ro­pa­par­la­ment ein klei­nes Wört­chen mit­re­den. Doch in Sa­chen Geld­po­li­tik ist die Mit­wir­kung Wi­ens auf die Ver­tre­tung des ös­ter­rei­chi­schen No­ten­bank­gou­ver­neurs im EZB-Rat be­schränkt, der wie­der­um an kei­ner­lei Vor­ga­ben des Na­tio­nal­rats ge­bun­den ist. Um zu­min­dest den In­for­ma­ti­ons­fluss zu ver­bes­sern, plä­diert nun Ne­os-Ab­ge­ord­ne­ter Rai­ner Ha­ble da­für, Ma­rio Draghi ins ös­ter­rei­chi­sche Par­la­ment ein­zu­la­den.

Der Prä­si­dent der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank soll da­bei ins­be­son­de­re die Nied­rig­zins­po­li­tik er­klä­ren und recht­fer­ti­gen. Was sich der Ne­os-Fi­nanz­spre­cher da­von er­war­tet? „Es geht uns um die Stär­kung der par­la­men­ta­ri­schen Ver­ant­wort­lich­keit der ge­gen­wär­ti­gen Politik der EZB.“Mög­lich müss­te das sein, fin­det Ha­ble, und ver­weist auf Drag­his Auf­tritt im Deut­schen Bun­des­tag im Sep­tem­ber des Vor­jah­res. Nun ap­pel­liert der Man­da­tar an die Ab­ge­ord­ne­ten­kol­le­gen der bei­den Re­gie­rungs­par­tei­en, ei­ne ent­spre­chen­de Ein­la­dung an Draghi aus­zu­spre­chen. (as)

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