Den Rö­mern auf der Spur

Der Standard - - ALBUM -

Dass ei­ne Maus der Held ei­nes Bil­der­bu­ches ist, über­rascht eher nicht. Span­nend wird es, wenn die Maus in ei­ner be­son­de­ren Zeit an ei­nem be­son­de­ren Ort wohnt; wie ein Mäu­schen in der Zeit der Rö­mer in Carnun­tum. Das ist na­tür­lich noch nicht al­les. Clau­dia-Ma­ria Behling er­zählt mit Adel­phi­us als Mäu­se­de­tek­tiv ei­nen Kri­mi für Kin­der ab sie­ben. Ei­nes Abends hört Adel­phi­us Lärm, neu­gie­rig macht er sich auf den Weg – al­len War­nun­gen zum Trotz. Zwei Män­ner strei­ten um ein Schmuck­stück. Die Maus spielt De­tek­tiv und schleicht durch ver­schie­de­ne Räu­me. Da­bei er­klärt Behling, wie die Rö­mer leb­ten und sich klei­de­ten. „Rö­mer tru­gen ei­ne et­wa knie­lan­ge Tu­ni­ka. Dar­über wi­ckel­ten sie die To­ga, das tra­di­tio­nel­le Ge­wand der männ­li­chen Bür­ger. Man be­nö­tig­te et­wa 25 Me­ter Stoff, und sie wog zwi­schen 10 und 20 Ki­lo­gramm“. Die Klei­dung der Frau­en wird lei­der nicht er­wähnt – da­für aber an­de­res: dass Kin­der Wach­s­ta­feln zum Schrei­ben nutz­ten – oder die so­ge­nann­te Bul­la tru­gen, ein Amu­lett als „Un­heil ab­weh­ren­des Zei­chen“. Dass die Maus den Fall löst, ver­steht sich von selbst. Pe­ter Mayr

Clau­dia-Ma­ria Behling, „Adel­phi­us als Mäu­se­de­tek­tiv“. € 12,99 / 32 Sei­ten. Phoi­bos-Ver­lag 2018

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