Da ca­po für Wil­li­ams ge­gen Ker­ber

Neu­auf­la­ge des Wim­ble­don-Fi­na­les 2016 im Zei­chen präch­tig ge­lun­ge­ner Come­backs

Der Standard - - SPORT -

London – Über die Set­zung von Se­re­na Wil­li­ams müs­sen sich die Ver­an­stal­ter der US Open, des vier­ten Grand-Slam-Tur­niers des Jah­res, kei­ne Sor­gen mehr ma­chen. Die 36-Jäh­ri­ge, der nach dem zehn­ten Fi­nal­ein­zug in Wim­ble­don nur noch ein Sieg zum All­zeit­re­kord von Mar­ga­ret Court (24 Ma­jor-Ti­tel) fehlt, wird sich vom 181. zu­min­dest auf Platz 28 der Welt­rang­lis­te ver­bes­sern – bei Ti­tel­ge­winn so­gar auf 19.

Vor dem End­spiel am Sams­tag (15, ZDF) ge­gen die Deut­sche An­ge­li­que Ker­ber wird Wil­li­ams die­se Aus­sicht aber wohl kaum be­we­gen, ob­wohl ihr bei den French Open nach ih­rer Schwan­ger­schaft kei­ne Set­zung zu­ge­stan­den wor­den war. In Wim­ble­don ist sie als Num­mer 25 ge­reiht. Die er­folg­reichs­te Spie­le­rin der Pro­fiära dach­te nach ih­rem groß­ar­ti­gen Come­back an die äu­ßerst schwie­ri­ge Zeit un­mit­tel­bar nach der Ge­burt ih­rer Toch­ter Alexis Olym­pia. „Ich ha­be nach vier Ope­ra­tio- nen zu zäh­len auf­ge­hört. Es war je­den Tag Rou­ti­ne, dass ich ei­ne wei­te­re ha­ben muss­te“, sag­te Wil­li­ams, die we­gen ih­rer auch schon vor der Schwan­ger­schaft ein­mal le­bens­be­dro­hen­den Pro­ble­me mit ei­nem Blut­ge­rinn­sel mit en­gen Strumpf­ho­sen ge­spielt hat.

Nun könn­te sie zur ers­ten Mut­ter seit der Aus­tra­lie­rin Evon­ne Se­re­na Wil­li­ams wirk­te nach dem Ein­zug in ihr zehn­tes Fi­na­le von Wim­ble­don eben­so be­freit wie An­ge­li­que Ker­ber nach dem Er­rei­chen ih­res zwei­ten End­spiels im All En­g­land Lawn Ten­nis Club. Goo­la­gong-Caw­ley 1980 wer­den, die in Wim­ble­don tri­um­phiert. Roya­ler Bei­stand ist ihr si­cher. In der kö­nig­li­chen Box neh­men Kate, die Her­zo­gin von Cam­bridge, und Meg­han Platz. Bei der Her­zo­gin von Sussex war Wil­li­ams ja zur Hoch­zeit ge­la­den ge­we­sen.

Sie ist in ih­rem 30. Ma­jor-Fi­na­le, in dem der Sie­ge­rin 1,27 Mil­lio­nen Eu­ro win­ken, Fa­vo­ri­tin. Ih­re Geg­ne­rin, der sie im Fi­na­le von Wim­ble­don zum zwei­ten Mal nach 2016 ge­gen­über­steht, wird sie aber nicht un­ter­schät­zen. Da­mals sieg­te Wil­li­ams 7:5, 6:3.

Für Ker­ber ist das End­spiel ein Come­back der an­de­ren Art. Nach ih­rem Ti­tel bei den Aus­tra­li­an Open 2016, dem Wim­ble­donFi­na­le und dem Ge­winn der US Open hat­te sich die Bre­me­rin schein­bar als Wil­li­ams-Ri­va­lin eta­bliert. Doch der Er­war­tungs­druck war zu hoch, 2017 lag sie nur noch auf Platz 21. Mit nun­mehr 30 ist Ker­ber be­reit für mehr Be­stän­dig­keit. (APA, red)

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