FPÖ-Klub­chef Gu­de­nus be­feu­ert Ge­rüch­te über Ge­or­ge So­ros

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DER EINZELFALL: FPÖ-Klub­chef Jo­hann Gu­de­nus be­feu­ert an­ti­se­mi­ti­sche Ver­schwö­rungs­theo­ri­en rund um den Mil­li­ar­där Ge­or­ge So­ros. In ei­nem In­ter­view mit der Pres­se be­haup­tet er, es ge­be „stich­hal­ti­ge Ge­rüch­te“, wo­nach So­ros dar­an be­tei­ligt sei, „Mi­gran­ten­strö­me nach Eu­ro­pa zu un­ter­stüt­zen“. Er glau­be nicht, dass „die Mas­sen­im­mi­gra­ti­on nach Eu­ro­pa zu­fäl­lig in dem Aus­maß pas­siert“sei. Sol­che Ver­schwö­rungs­theo­ri­en wer­den seit Jah­ren rund um So­ros ver­brei­tet – meist von ganz rech­ter Sei­te. Das Kli­schee des „Ju­den, der heim­lich die Fä­den zieht“, ist un­ter An­ti­se­mi­ten weit­ver­brei­tet. Gu­de­nus wur­de von der Op­po­si­ti­on für sei­ne Aus­sa­gen kri­ti­siert, aus der ÖVP kam nur ver­ein­zelt Pro­test – et­wa vom EU-Ab­ge­ord­ne­ten Oth­mar Ka­ras. Kanz­ler Se­bas­ti­an Kurz er­klär­te, er sei „un­ter­schied­li­cher Mei­nung“. Vol­le Rü­cken­de­ckung gab es von FPÖ-Chef Hein­zChris­ti­an Stra­che: Kri­tik an So­ros müs­se er­laubt sein.

DIE KON­SE­QUENZ: Kei­ne.

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