Auf Tauch­sta­ti­on

Ein­fach un­ter­tau­chen und los? So ein­fach ist es nicht. Beim Tau­chen gibt es ei­ni­ges zu be­ach­ten. Auch die Ver­stän­di­gung funk­tio­niert ei­gen.

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Der Mensch hat ei­ne Lun­ge, kei­ne Flos­sen. Er hat Haa­re, kei­ne Schup­pen. Für sämt­li­che Tä­tig­kei­ten un­ter Was­ser ist sein Kör­per we­nig ge­eig­net. Doch das hält ihn nicht da­von ab un­ter­zu­tau­chen. Schon vor mehr als 6000 Jah­ren ha­ben die Men­schen un­ter der Mee­res­ober­flä­che nach Mu­scheln und Koral­len ge­sucht. Heu­te wer­den Tau­cher bei Bau­stel­len ge­braucht, wenn un­ter Was­ser ge­schweißt wird oder Ka­bel re­pa­riert wer­den müs­sen. An ei­ner gro­ßen Ret­tungs­ak­ti­on die­sen Som­mer in Thai­land wa­ren eben­falls vie­le Tau­cher be­tei­ligt. Ihr er­in­nert euch vi­el­leicht: 13 Bur­schen wa­ren über zwei Wo­chen lang in ei­ner Höh­le, die un­ter Was­ser stand, ge­fan­gen.

In Si­tua­tio­nen wie die­sen sind Spe­zia­lis­ten ge­fragt, die im­stan­de sind, Luft aus Fla­schen zu at­men, den Was­ser­druck aus­zu­hal­ten und den Tem­pe­ra­tu­ren zu trot­zen. Aber wor­auf kommt es beim Tau­chen an? Und wie ver­stän­digt man sich un­ter Was­ser? Dar­um ging es in der ak­tu­el­len Ö1- Kin­de­r­uni. Aus­kunft gab Die­ter Eh­ren­stor­fer, Tauch­leh­rer und Lek­tor an der Fach­hoch­schu­le Ober­ös­ter­reich. Er sagt, dass man das Tau­chen erst ein­mal gründ­lich üben muss. At­men, Schwim­men – das muss vor dem Sprung ins Meer sit­zen. Au­ge, Na­se und Oh­ren muss man beim Tau­chen be­son­ders schüt­zen. Wich­tig ist, dass man ganz lang­sam auf­taucht.

Spre­chen funk­tio­niert un­ter Was­ser lo­gi­scher­wei­se nicht – des­halb gibt es Hand­zei­chen, mit de­nen sich die Tau­cher un­ter­ein­an­der ver­stän­di­gen. „Sie sind sehr ein­fach, so­dass man sie auch in ei­ner Ex­trem­si­tua­ti­on noch weiß“, sagt Eh­ren­stor­fer. Dau­men hoch be­deu­tet bei­spiels­wei­se: Wir tau­chen auf. Al­le fünf Fin­ger ge­streckt und ge­gen die fla­che Hand ge­presst, be­deu­tet: Stopp. Sind die Part­ner auf­ein­an­der ein­ge­stellt, kön­nen auch ganz per­sön­li­che Zei­chen ver­ein­bart wer­den. Die nächs­te Ö1-Kin­de­r­uni am Don­ners­tag um 16.40 Uhr wid­met sich dem The­ma „War­um ver­kauft ein Reh Wasch­pul­ver? Die Wir­kung von Wer­bung und wie Ide­en ent­ste­hen“. Am Sams­tag im http://oe1.orf.at

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